Prignitz erhält großen Solarpark

Der Solarpark in Lieberose. Der Investor will jetzt auch bei Gerdshagen einen Solarpark errichten.ddp
Der Solarpark in Lieberose. Der Investor will jetzt auch bei Gerdshagen einen Solarpark errichten.ddp

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18. Oktober 2010, 07:58 Uhr

Gerdshagen/Meyenburg | Ein sieben Hektar großer Solarpark soll in der Nähe von Gerdshagen entstehen. Die Gemeindevertreter haben sich in einer Informationsrunde des Investors, die Firma Juwi aus Wörrstadt in Rheinland-Pfalz, positiv zu dem Vorhaben geäußert. Die Firma Juwi betreibt unter anderem Brandenburgs größten Solarpark bei Lieberose mit einer Leistung von 53 Megawatt und etwa 700 000 Solarmodulen.

"Wir werden jetzt die Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes vorbereiten und den Gemeindevertretern zur Abstimmung vorlegen", kündigt Uta Nebert von der Meyenburger Amtsverwaltung die nächsten Schritte an. Nach Abschluss der Verfahren soll der Solarpark Ende 2011 ans Netz gehen. Die Fläche befindet sich direkt neben der A 24.

Auf dieser sollen 332 so genannte Modultische mit insgesamt 7304 einzelnen Solarmodulen installiert werden. Mit dem Strom aus Sonnenlicht könnten pro Jahr etwa 1,6 Megawatt produziert werden, womit etwa 400 Haushalte pro Jahr komplett mit Strom versorgt werden könnten.

Neben den Anlagen sei ferner geplant, Wege zu errichten und auszubauen und eine Trafostation zu errichten, informiert der Investor. "Investoren konzentrieren sich im Moment auf Bereiche an Autobahnen und auf Konversionsflächen, weil hier die Einspeisevergütung höher ist als bei Anlagen, die auf Ackerflächen errichtet werden", erklärt Uta Nebert. Deshalb haben die Investoren den Standort direkt an der A 24 gewählt. Der Gesetzgeber fördert diese Standorte, da sie ohnehin durch den Verkehr stark belastet sind.

In der Meyenburger Amtsverwaltung liegt bereits ein weiterer Antrag für eine großflächige Anlage vor. Diese könnte etwa 170 Hektar umfassen und auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jännersdorf entstehen. Hier laufen Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit, so Ute Nebert. Das Verfahren an diesem Standort nehme aber noch Zeit in Anspruch.

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