24. Juni: Stenger, Gaillard und Klaus im Blickpunkt : Pressechef - keine dankbare Aufgabe

Bei der Europameisterschaft stehen viele Menschen im Blickpunkt: Vor allem die Spieler, die umhätschelt und umtätschelt und deshalb von den eigenen Presseabteilungen eisern, manchmal zu eisern abgeschirmt werden. Dann die Trainer, die so stark wie kaum zuvor in der Öffentlichkeit gefragt sind und nach Absprache mit dem Pressechef häufiger zugänglich gemacht werden. Und schließlich die Pressechefs selber, die tagtäglich den Wissensdurst der Dutzenden, ja Hunderten von Medienschaffenden stillen sollen.

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25. Juni 2008, 11:58 Uhr

Pressechef - keine dankbare Aufgabe 24. Juni: Stenger, Gaillard und Klaus im BlickpunktBei der Europameisterschaft stehen viele Menschen im Blickpunkt: Vor allem die Spieler, die umhätschelt und umtätschelt und deshalb von den eigenen Presseabteilungen eisern, manchmal zu eisern abgeschirmt werden. Dann die Trainer, die so stark wie kaum zuvor in der Öffentlichkeit gefragt sind und nach Absprache mit dem Pressechef häufiger zugänglich gemacht werden. Und schließlich die Pressechefs selber, die tagtäglich den Wissensdurst der Dutzenden, ja Hunderten von Medienschaffenden stillen sollen. Bei der Europameisterschaft stehen viele Menschen im Blickpunkt: Vor allem die Spieler, die umhätschelt und umtätschelt und deshalb von den eigenen Presseabteilungen eisern, manchmal zu eisern abgeschirmt werden. Dann die Trainer, die so stark wie kaum zuvor in der Öffentlichkeit gefragt sind und nach Absprache mit dem Pressechef häufiger zugänglich gemacht werden. Und schließlich die Pressechefs selber, die tagtäglich den Wissensdurst der Dutzenden, ja Hunderten von Medienschaffenden stillen sollen.
Ein solcher Kommunikations-Chef zu sein ist alles andere als eine dankbare Aufgabe. Von Nation zu Nation wird er ganz unterschiedlich gefordert. Beim DFB hat Harald Stenger durch die im TV übertragenen Pressekonferenzen einen Bekanntheits-Status erreicht wie manche Pop-Größen. Stenger versucht es jedem recht zu machen, steht dabei zwischen den "Fronten" der Spieler- wie der Medien-Interessen. Und er muss die Strömungen innerhalb des DFB sofort erspüren und erfahren. Alte PR-Erkenntnis: Nur wer alles weiß, kann richtige Auskunft geben!Bei der UEFA ist William Gaillard der entscheidende Mann für die Öffentlichkeit. Er hat sich jedoch einen weitaus bedeutenderen Status erarbeitet: als Vertrauter und unentbehrlicher Berater von Präsident Michel Platini. Zwar einer von mehreren, aber mit stets direktem Zugang. Was für einen wie ihn nicht selbstverständlich ist bei der UEFA, hat er doch den Machtwechsel von Lennart Johansson zu Platini nicht nur unbeschadet überstanden, sondern sein Ansehen in der Zwischenzeit gewaltig gesteigert. Gaillard, charmant und sehr aufrichtig, gilt als exzellenter Stratege mit blendenden Kontakten in international aufgestellte Medien.Kommunikations-Chefs der FIFA stehen unter einem besonderen Druck. Innerhalb von rund zehn Jahren wechselten sich vier hochqualifizierte PR-Strategen ab: Von Guido Tognoni zu Keith Cooper zu Markus Siegler zu brandaktuell Hans Klaus, der sein neues Amt kurz vor der EM antrat und sich in Wien einem erlesenen Medien-Kreis vorstellte. Eine interessante Vita, die ihn quer durch nationale und internationale Wirtschafts-Konsortien führte, ließ die FIFA-Spitze auf ihn aufmerksam werden. Trotz fehlender Verbandspraxis und damit mangelndem "Stallgeruch" verströmt er neben seinem Bekenntnis zum Fußball (ich spiele noch heute leidenschaftlich gern als Torwart) den Habitus einer weltgewandten Persönlichkeit. Vielleicht wird er nach dem langgedienten Tognoni ja mal wieder eine dauerhafte Lösung.

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