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14. Dezember 2017 | 11:24 Uhr

Reaktionen : Potsdam prüft Bleiberecht

vom

svz.de von
erstellt am 29.Feb.2016 | 21:52 Uhr

Der von Abschiebung bedrohte Zahirat „Hassan“ Juseinov kann möglicherweise doch in Deutschland bleiben. Sein Fall werde derzeit noch mal genau geprüft, sagte ein Sprecher der Stadt Potsdam gestern. Zugleich kündigte er für heute ein erneutes Treffen zwischen der kommunalen Ausländerbehörde und dem Mazedonier an. „Wir sehen allerdings nur noch wenig Möglichkeiten“, räumte der Sprecher ein. Juseinov lebt seit fast sechs Jahren in Potsdam.

Die Roma-Familie wird in Deutschland lediglich geduldet. Nachdem Mazedonien im Herbst 2014 aber zum sicheren Herkunftsland erklärt wurde, ist die Duldung jetzt ausgelaufen. In dem heutigen Treffen zwischen der Ausländerbehörde und Juseinov werde es zum Beispiel um die Möglichkeit gehen, dass die Familie für eines der Kinder eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt, erläuterte der Stadtsprecher. Sollte diese erteilt werden, könnten auch die Eltern in Deutschland bleiben.

Bis gestern Nachmittag hatten fast 2500 Unterstützer die Onlinepetition „Hassan bleibt“ unterschrieben.

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) setzt sich für den Verbleib der Familie in Potsdam ein. Juseinov und seine Familie seien gut integriert, der Mazedonier mache „gute ehrenamtliche Arbeit“ und helfe mit, „andere in unsere soziale Kultur zu integrieren“, sagte Woidke.

 Indes ist Zahirat Juseinov kein Einzelfall in Potsdam. Nach Angaben der Stadt leben dort derzeit 65 Mazedonier, deren Aufenthaltsstatus noch nicht geklärt ist. has

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