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Ortsbeiratsvorsitzender : Positiven Trend der Jahre fortsetzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ortsbeiratsvorsitzender Uwe Michaelis im Gespräch

Herr Michaelis, seit über 20 Jahren sind Sie Ortsbeiratsvorsitzender. Was beschäftigt die Leute über die Jahre?

Ein Thema, das immer aktuell ist, und sicherlich nicht nur auf Groß Klein zutrifft, ist Sauberkeit und Ordnung. In den meisten Fällen geht es um Sperrmüll, der zu lange liegt oder Ähnliches. Also nichts, wo man jetzt von dauerhaften Problemecken sprechen könnte. Das war früher vielleicht mal so am Bahnhof oder im Umfeld des heutigen Stadtteil- und Begegnungszentrums, aber das hat sich mittlerweile geändert.

Gibt es weitere Aufreger?

Etwas, was die Groß Kleiner ebenfalls beschäftigt, ist die Parkplatzsituation. Als der Stadtteil damals geplant wurde, konnte keiner absehen, wie viele Autos es jetzt geben würde. Wir versuchen auch, die Situation zu entkrampfen. Aber immer nur Grünflächen wegnehmen, um Parkplätze zu schaffen, ist auch nicht der Weg. Das muss alles vertretbar bleiben.

Welche Probleme gibt es aktuell?

Eigentlich keine, es sind mehr die kleinen Sachen, die uns beschäftigen.

Was ist derzeit Thema im Ortsbeirat?

Momentan beschäftigt uns der Umbau des Rewe-Marktes. Und natürlich das Bauvorhaben der WG Warnow am Laakkanal. Diesem Projekt stehen wir aufgeschlossen gegenüber.

Gibt es denn Zuzugsbedarf?

Anscheinend. Je nach Bedarf sollen hier im Laufe der nächsten Jahre 156 Wohnungen entstehen, wir werden also sehen. Wenn neuer Wohnraum entsteht und mehr Familien hier nach Groß Klein ziehen, brauchen wir auf der anderen Seite aber auch mehr Kitas und Krippen. Das muss dann auf jeden Fall mit beachtet werden.

Apropos Rewe, wie sieht es mit den Einkaufsmöglichkeiten in Groß Klein aus?

Es gibt viele Einwohner, die sich wieder eine Drogerie wünschen. Da besteht im Moment Nachholbedarf. Im Bereich Lebensmittelmärkte sieht die Situation wesentlich besser aus. Wenn der Rewe-Markt für den Umbau schließt, haben die Einwohner genügend Alternativen. Das ganze Gebäude, das jetzt an der Straße steht, soll weg und weiter nach hinten versetzt werden.

Groß Klein hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Welche Herausforderungen müssen in Zukunft gemeistert werden?

Ja, dadurch, dass Groß Klein der erste Stadtteil war, der in das Programm Soziale Stadt aufgenommen wurde, hat er sich positiv entwickelt. Der Rückbau von Wohnungen hat dem Viertel im Hinblick auf Grünflächen gut getan. In Zukunft müssen wir dran bleiben, diesen positiven Trend fortzusetzen. Natürlich müssen wir auch die Pläne der umliegenden Stadtteile im Blick behalten, die sich eventuell auf Groß Klein auswirken könnten. Wenn Warnemünde beispielsweise am Neuen Strom neue Parkflächen schaffen will, müssen wir darauf achten, dass nicht alle, die dorthin möchten, durch Groß Klein fahren.

Vor Kurzem sorgte der Zebrastreifen in der Werftallee aufgrund der schrecklichen Unfälle für Aufmerksamkeit. Hast sich schon etwas getan?

Bis jetzt ist noch nichtss passiert. Vom zuständigen Amt wurde aber zugesagt, dass kurzfristig etwas unternommen werden soll. Im Gespräch sind hier ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern, wie wir es auch vom Ortsbeirat vorgeschlagen hatten, und die Verlegung des Zebrastreifens. Ich hoffe, dass diese oder andere Pläne dann auch gemeinsam mit dem Ortsbeirat besprochen werden. Wir bleiben auf jeden Fall dran, dass bald etwas passiert.

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