25. Juni: Gratwanderung der DFB-Elf : Positive Emotionalität steckt an

Heute ist der Tag, an dem sich vieles entscheidet. Nicht nur, ob das erste Ziel, das Finale dieser EM erreicht wird. Davon gehen viele Fans ganz sicher aus. Zu sicher? Heute Abend wird auch der Trend verdeutlicht, auf dem Löws Team wandelt.

von
25. Juni 2008, 11:58 Uhr

Positive Emotionalität steckt an25. Juni: Gratwanderung der DFB-ElfHeute ist der Tag, an dem sich vieles entscheidet. Nicht nur, ob das erste Ziel, das Finale dieser EM erreicht wird. Davon gehen viele Fans ganz sicher aus. Zu sicher? Heute abend wird auch der Trend verdeutlicht, auf dem Löws Team wandelt. Nach den spielerisch wenig überzeugenden Leistungen in der Vorbereitungs-Phase hat die Nationalmannschaft die vier Begegnungen dieses Turniers mit völlig unterschiedlichen Vorstellungen bewältigt: Zweimal gut bis überragend, zweimal sehr dürftig.Heute ist der Tag, an dem sich vieles entscheidet. Nicht nur, ob das erste Ziel, das Finale dieser EM erreicht wird. Davon gehen viele Fans ganz sicher aus. Zu sicher? Heute Abend wird auch der Trend verdeutlicht, auf dem Löws Team wandelt.

EM-Tagebuch von Rainer Holzschuh
Nach den spielerisch wenig überzeugenden Leistungen in der Vorbereitungs-Phase hat die Nationalmannschaft die vier Begegnungen dieses Turniers mit völlig unterschiedlichen Vorstellungen bewältigt: Zweimal gut bis überragend, zweimal sehr dürftig. Mit einer dritten positiven Leistung schweben wir Richtung Fußball-Himmel und könnten mit einem Final-Sieg am Sonntag einen Jubel-Sturm durch Deutschland erleben, der die ohnehin außergewöhnliche Begeisterungs-Welle noch einmal überträfe.Eine Niederlage gegen diese halbe türkische B-Elf mit ihren vielen personellen Ausfällen ließe andererseits nur den Schluss zu, dass unsere Spieler einmal mehr einen Gegner unter- und damit sich selber überschätzt hätten. Oder dass die wunderbare Leistung gegen Portugal doch nur einen einmaligen Ausreißer nach oben darstellte.Also heißt es heute Abend Konzentration vom Anpfiff an zu zeigen mit unbedingtem Willen zum Sieg, den Ball laufen zu lassen, und damit die Türken auch.Was mir im Vorfeld dieses Halbfinals bereits merklich imponiert, ist die erfrischende Zurückhaltung selbst der ansonsten härtesten Boulevard-Medien beider Länder. Wie auch immer dieser Sinneswandel griff, so zeigen die eher Völker-verbindenden als aufhetzenden Schlagzeilen, dass die Menschen in Deutschland wie in der Türkei nicht unbedingt nach Krawall-Zeilen lechzen, sondern sich auch von positiver Emotionalität anstecken lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen