Polizei suchte Waffen und Drogen

svz.de von
31. Juli 2012, 07:16 Uhr

Helle Aufregung in Hagenow-Heide: Bei einem polizeilichen Großeinsatz wurde das Haus eines mutmaßlichen Drogenhändlers gestürmt und anschließend durchsucht. Ein Tatverdächtiger, 23 Jahre jung, wurde vorläufig festgenommen. Der Einsatz startete am Montag gegen 18 Uhr. Mehrere Wagen von Zoll und Polizei umstellten ein Haus in unmittelbarer Nähe des Auto- und Fußgängertunnels unter der Bahnlinie. Polizisten sorgten dafür, dass sich keiner unerlaubt vom Grundstück entfernen konnte. Eine fast schon gespenstisch anmutende Szene. Zeitgleich stürmten andere Beamte das Gebäude. Neben den Spezialkräften, die in getarnten Überwachungsfahrzeugen anrückten, wurden auch Waffenspürhunde angefordert.
„Der Einsatz des Spezialeinsatzkommandos war notwendig, weil der Verdacht bestand, dass ein 23-jähriger Kasache im Besitz scharfer Schusswaffen ist“, erklärte dazu gestern Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann von der Schweriner Staatsanwaltschaft auf telefonische Nachfrage. Der vorbestrafte Mann sei vorläufig festgenommen worden, nachdem bei der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl erwirkt wurde. „Seit 2007 soll er mit Betäubungsmitteln in Schwerin und Umgebung handeln. Bei Haschisch liegen die Mengen sogar im Kilobereich. Aber auch Marihuana und Amphetamine sollen von ihm in Umlauf gebracht worden sein“, sagt Hagemann. Der Beschuldigte sei bereits einschlägig in Erscheinung getreten. „Schon 2009 hat er eine Bewährungsstrafe wegen des Verstoßes gegen das Betäubungs- und Waffengesetz erhalten“, berichtet der Oberstaatsanwalt weiter.
Die Behörden selbst hielten sich am Einsatzabend gegenüber der Presse sehr bedeckt. Selbst das Polizeipräsidium in Rostock verweigerte jegliche Informationen. Bis in die späten Abendstunden dauerte der Einsatz an. Die Spezialkräfte, teils in Zivil, gingen sehr akribisch vor, sicherten offensichtlich zahlreiche Beweisstücke, die nach Aussagen von Beobachtern eingetütet worden sind. Umfangreiche Beweismittel wie Computer und andere Elektronik seien sichergestellt worden, bestätigt auch Stephan Hagemann. „Wir hoffen so, die Kontakte zu Abnehmern und Lieferanten des Rauschgiftes zügig nachweisen zu können.“ Im Laufe des gestrigen Tages, so Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann abschließend, sei der Beschuldigte schließlich dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden.

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