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POLIZEI: Alkoholmissbrauch meist Grund für exzessive Gewalt

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Gewalttaten wie im Fall des in Rostock-Warnemünde zu Tode geprügelten 45-jährigen Mannes sind nach Ansicht des Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, meist auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen. Viele Jugendliche und Heranwachsende könnten offenbar mit Alkohol nicht mehr umgehen, sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd am Freitag in Berlin. Das führe immer wieder zu Gewaltexzessen, bei denen die Täter selbst von einem am Boden liegenden Opfer nicht abließen.

Witthaut bekräftigte die Forderung nach mehr Polizisten, um gerade im öffentlichen Raum mehr Präsenz zu zeigen. Beim Thema Sicherheit auf Bahnhöfen seien aber auch die Betreibergesellschaften in der Pflicht. „Der Kontrolldruck muss erhöht werden und das kann nicht die alleinige Aufgabe der Polizei sein“, sagte er. Viel mehr müssten auch betriebseigene Sicherheitsdienste eingesetzt werden. Zudem werbe die Gewerkschaft für eine höhere Bereitschaft in der Bevölkerung, Menschen zu helfen. Die bereits an vielen Bahnhöfen eingesetzte Videoüberwachung der Bahnsteige sei zwar bei den Ermittlungen nach einer Straftat oft hilfreich, präventiv wirke sie jedoch kaum. Straftäter würden einfach an Orte ausweichen, die nicht mit Kameras überwacht seien.

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erstellt am 03.Jun.2011 | 08:12 Uhr

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