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23. November 2017 | 10:38 Uhr

Plauer Mole vor Absackungen (noch) nicht gefeit

vom

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2013 | 10:06 Uhr

Wenn eines (fast) so klar ist wie das Amen in der Kirche, dann dass an der Plauer Mole auch in der Zukunft noch desöfteren Verdichtungsarbeiten notwendig sein werden. Wie gerade in diesen Tagen auch: Mitarbeiter des städtischen Bauhofes sind momentan dabei, die jüngsten Schäden an der etwa einhundert Meter langen Trasse von der Metow bis zum Leuchtturm auszubessern. Sie nehmen auf der gesamten Länge das Pflaster auf und füllen die durch die Setzungen entstandenen Lunken mit Bruchsand auf.

Schon mehrfach waren in der Vergangenheit an der Mole Absackungen festgestellt worden. Die haben zwar die Statik des Bauwerkes nicht gefährdet, doch waren sie immerhin so massiv, dass Nacharbeiten unvermeidlich waren, zumal weiteres Absacken zu erwarten war und auch weiterhin zu erwarten ist.

Davon muss Plaus Bauamtsleiter Klaus Baumgart jedenfalls ausgehen. "Als wir die Mole bauten, war der Unterbau für den Molenkörper nicht aufgebaggert, sondern auf Torf errichtet worden. Bei normal hohem Wasserstand. Dieser Umstand ließ uns schon damals ahnen, dass das Bauwerk in den Folgejahren nachsacken würde." Und tatsächlich hatten hohe Wasserstände schon die aufwändigen Bauarbeiten erschwert und immer wieder zu Absenkungen geführt. Bei der Außenschalung mussten sogar Taucher helfen. Doch auch nach ihrer Fertigstellung blieb die Mole Baustelle, denn Senkungen aufgrund des instabilen Baugrundes hatten schon damals zu Setzungsschäden geführt. Anderthalb Jahre ist das jetzt her - die Mole selbst war im November 2011 fertig gestellt worden, für insgesamt 1,592 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II. Und als ein Baustein des "Kleinen Warnemünde" in Plau am See. Seitdem musste der Bauhof schon zweimal mit Reparaturtrupp und schwerer Technik anrücken, um die immer wieder gleichen Schäden zu beheben.

"Wir gehen auch davon aus, dass wir damit noch einige Zeit zu kämpfen haben werden", sagt Klaus Baumgart. Der Bauamtsleiter geht jedoch auch davon aus, dass diese Sisyphosarbeit mittlerweile abzusehen ist. "Im Grund brauchen wir nur einmal eine richtige Nie drigwasserphase", sagt er. Neben der natürlichen Verdichtung des Unterbaus könnte die Mole dann ungehindert nachverdichtet werden. Und der Bauamtsleiter ist optimistisch. In zwei, drei Jahren, rechnet er, sollten die Absenkungen Geschichte sein.

Zwar nimmt die diesjährige Urlaubssaison auch in Plau am See zurzeit erst Fahrt auf. Doch erobern die ersten Touristen längst das "Kleine Warnemünde" im Binnenland. Und da kann der Luftkurort die Reparaturarbeiten eigentlich gar nicht gebrauchen. Um künftig schneller und mit weniger Aufwand auf neue Lunkenbildungen reagieren zu können, soll nach dem jetzigen Eingriff das Originalpflaster eingelagert und voraussichtlich erst nach Ende der Versackungen wieder eingebaut werden.

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