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Hintergrund : Pflegende Angehörige haben Anspruch auf Zeit für sich selbst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2014 | 17:18 Uhr

Pflegende Angehörige können sich bis zu 28 Tage im Jahr freinehmen. Denn laut Pflegeversicherungsgesetz stehen Angehörigen und ehrenamtlichen Kräften vier Wochen Urlaub im Jahr zu, um sich zu erholen.

Die Kosten für das Betreuen des Hilfsbedürftigen während des Urlaubs übernimmt die Pflegekasse. Für diese Ersatz- bzw. Verhinderungspflege zahlt sie maximal 1550 Euro im Jahr. Anspruch auf Verhinderungspflege besteht jedoch erst, wenn der Pflegende den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate zu Hause gepflegt hat. Seit 2013 können auch Versicherte in der Pflegestufe 0, also in erster Linie Demenzkranke, Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.

Wird die Verhinderungspflege von einer erwerbsmäßig tätigen Person oder einem ambulanten Pflegedienst übernommen, beläuft sich die Leistung auf bis zu 1550 Euro je Kalenderjahr. Bei Ersatzpflege durch entfernte Verwandte, die nicht mit dem Pflegebedürftigen bis zum 2. Grade verwandt oder verschwägert sind, oder durch Nachbarn können ebenfalls bis zu 1550 Euro in Anspruch genommen werden. Übernimmt ein naher Angehöriger die Ersatzpflege, dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse den Betrag des Pflegegeldes der festgestellten Pflegestufe nicht überschreiten. Bei hohen Aufwendungen kann die Leistung auf bis zu 1550 Euro aufgestockt werden.

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