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Splitter : Pflege des Dorfes – auch mal Brücke angehoben

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

svz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 09:54 Uhr

Die Schlower Dörpschaft hat 40 Mitglieder, „zu 95 Prozent Einheimische“, wie der Vorsitzende Dirk Rogmann sagt. Der Verein sei 2012 gegründet worden, „vor allem um einen rechtlichen Rahmen für die Bootsanlegestelle zu bekommen“. Schon vorher sei viel gemacht worden zur Pflege des Ortsteils, so Rogmann. Jetzt gäbe es einen Pflegevertrag mit der Gemeinde. Fünf, sechs Mitglieder teilen sich die Mäharbeiten in der gesamten Ortslage. Und kürzlich hätten drei Mann das Laub am langen Graben weggeschafft. Der Verein werde dabei nicht reich, aber die Leute bekämen ihre Unkosten erstattet. „Wir sind mit der Gemeinde nicht immer der gleichen Meinung, aber wir arrangieren uns“, erklärt der 39-jährige Meister für Kälteanlagenbau.

Los gehe es mit beiden Stränden und Frühjahrsputz. Bei Letzterem seien es in diesem Jahr 27 Teilnehmer gewesen, „und das bei 62 Einwohnern“. Im kleineren Dorf sei der Zusammenhalt größer, meint Rogmann. Die Strände, wo „Wildschweine den Rasen nach links drehen“, werden glatt gezogen, das Gras wachse zum Glück von allein nach.

Es würden sich stets Enthusiasten finden. In diesem Jahr wurde ein Gemeinschaftssteg mit 32 Plätzen gebaut. Seit 1999 sei dafür mit dem Umweltamt gekämpft worden. Vor ca. fünf Jahren, als der Verein noch gar nicht bestand, wurde eine Brücke über den Schlower Bach um einen Meter höher gesetzt, damit die Boote nicht mehr herumgetragen werden müssen. Ganz pfiffig übrigens mit einer Schute aus DDR-Zeiten, die in Schlowe „vor sich hin gammelte“. Sie wurde unter der Brücke voll Wasser gelassen und das dann ausgepumpt. Der Auftrieb hob die Brücke an. Nächstes großes Projekt des Vereins ist der Dorfplatz an der Freilichtbühne.

 

Kersten Latzko organisiert gern kulturelle Aktivitäten und beteiligt sich selbst
Kersten Latzko organisiert gern kulturelle Aktivitäten und beteiligt sich selbst
 

Es liegt ihr im Blut, anderen Freude zu bereiten

Mit der Sportgruppe, die ihre Schwester leitet, fing alles an. Kersten Latzko, in Borkow groß geworden, war nach zwölf Jahren in Stieten Mitte der 1990er ins Elternhaus gezogen. Sport- und dfb-Gruppe organisierten gemeinsam die Frauentagsfeier. „Damit es lustig wird, haben wir selbst ein Programm aufgeführt“, erzählt die 52-Jährige. Vor der 725-Jahr-Feier 2008 wurde sie gefragt, ob sie bei der Vorbereitung helfen würde. Latzko kümmerte sich mit um den Festumzug und das ganze Drumherum. So was liege ihr im Blut. „Ich mag es, wenn sich andere freuen.“ Aus dem Organisationskomitee sei der Jubiläumschor hervorgegangen, der heute noch so heiße, engagiert geleitet von Ingrid Kuhlmann. „Wenn es zeitlich passt, singe ich gern mit. Das macht richtig Spaß“, sagt Latzko, die auf dem Golchener Hof arbeitet. Gut zehn Mitglieder habe der Chor noch – mit Olaf Lorenz als einzigem Mann. „Wir waren schon mal mehr und suchen neue Mitstreiter.“ Probe sei freitags um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Dort trifft sich montags zur gleichen Zeit die Sportgruppe, die ebenfalls Verstärkung gebrauchen könnte, wie Latzko meint. Sie ist auch 1. stellvertretende Bürgermeisterin und Ortsvorsitzende der Volkssolidarität. Die Gruppe löse sich zum Jahresende allerdings auf, aus Altersgründen und weil viele weggezogen seien. Derzeit werde überlegt, einen Verein zu gründen, der die kulturellen Aktivitäten in der Gemeinde bündelt. In Borkow sei immer was los. Es gebe die Kreativen und zweimal in der Woche einen Spielnachmittag. Für das nächste Vorhaben steht der Termin auch schon: Frauentagsfeier am 13. März.

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