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15. Dezember 2017 | 14:51 Uhr

Hintergrund : Pfiff – Pflege in Familie fördern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 17.Jul.2015 | 12:00 Uhr

Schnell und unerwartet kann ein Familienangehöriger zum Pflegefall werden. Ein Schlaganfall oder schwerer Sturz kann das Leben komplett verändern. Dann ist rasche Hilfe gefordert – für den Patienten, aber auch für die Angehörigen. Hier setzt das bereits in Berlin und Brandenburg erfolgreiche AOK Nordost-Projekt „Pflege in Familien fördern – Pfiff“ an, um Menschen, die Betroffene zu Hause pflegen, stärker zu unterstützen.

Das Programm besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen mit praktischer Anleitung und theoretischer Wissensvermittlung. „Pfiff“ setzt bereits frühzeitig an, um Angehörige in der Pflege zu Hause zu unterstützen. Wenn gewünscht, erhalten sie schon im Krankenhaus und nach der Entlassung in der Häuslichkeit spezielle Schulungen mit praktischen Anleitungen, Hinweisen und Tipps. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Entlassungsmanagement des Krankenhauses, den regionalen Pflegestützpunkten und weiteren professionellen Akteuren soll so zeitnah eine stabile Pflegesituation im Alltag hergestellt werden, um eine für den Patienten belastende Wiederaufnahme ins Krankenhaus zu vermeiden. Dazu hat die Gesundheitskasse Pflegefachkräfte im Klinikum weiterqualifiziert und Kooperationspartner wie beispielsweise die Alzheimer-Gesellschaft eingebunden.

Nach dem Start in Rostock ist es das Ziel, das AOK Nordost-Programm „Pfiff“, das seit 2014 an 16 Brandenburger und zwei Berliner Krankenhäusern angeboten wird, schrittweise auch in ganz Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen. Die Teilnahme an „PfiFf“ ist kostenlos und unabhängig von der Kassenzugehörigkeit. Weitere Informationen zu „Pfiff“ im Internet unter: www.aok-pfiff.de, wo unter anderem für Angehörige kurze Filme zur praktischen Anleitung zu sehen sind. In ihnen zeigt eine erfahrene Pflegefachkraft verschiedene Handgriffe zu ausgewählten Pflegeaufgaben wie etwa Augenpflege oder Betten eines Pflegebedürftigen. Interessenten an einer Schulung an der Rostocker Universitätsmedizin erreichen die Koordinatorin Manuela Mühlbach per Mail unter pfiff@med.uni-rostock.de oder telefonisch unter 0381-494 81 37.

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