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20. November 2017 | 22:23 Uhr

Splitter : Petri Heil auf der Burg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Forellen fischen bis Mitte Mai

Volker Kiesewalter hat alle Hände voll zu tun. Der Fischwirtschaftsmeister bewirtschaftet auf der Plattenburg einen Teil der Teiche, die die Wasserburg umgeben. Während sich in den meisten Teichen Karpfen tummeln, die im Herbst abgefischt und vermarktet werden, gibt es auch einen Teich, an dem Forellen selbst geangelt werden können. „Wir machen das Forellenangeln aber meistens nur bis Mitte Mai. Dann wird der Teich mit Karpfen, Welsen und Stören besetzt, weil das Wasser einfach zu warm wird, die Forellen nicht mehr beißen“, sagt Volker Kiesewalter. Er stehe den unerfahrenen Anglern mit Rat und Tat zur Seite, darf aber dabei seinen Räucherofen nicht aus den Augen lassen. Hier geht fast jeder Fisch durch den Rauch: Lachs, Forelle, Saibling, Makrele, Aal und Hering – alles was geräuchert werden kann, findet auch seinen Weg in den Buchenrauch. Vermarktet wird die Räucherware direkt vor Ort aber auch darüber hinaus. Kiesewalter beliefert den Fischladen am Wittenberger Bismarckplatz und steht freitags mit seinem Verkaufswagen in Glöwen. „In den Sommermonaten sind wir auf Volksfesten unterwegs und bieten unsere Fischprodukte an“, sagt Volker Kiesewalter. Wer sein Anglerglück versuchen oder eine Kostprobe möchte, findet den Fischer hinter der Burganlage.
 

Schwarze Magd wird im Krug serviert

Sie gilt als die älteste und am besten erhaltene Wasserburg Norddeutschlands – die Plattenburg. Das jährliche Mittelalterspektakel machte sie überregional bekannt, aber die Anlage bietet Besuchern noch viel mehr. Pächter René Günther hat das touristische Angebot systematisch ausgebaut. Im Burgkeller wird gekocht und gebraten. Manche mittelalterliche Tafelrunde lockt illustre Gäste in das Gewölbe. Mittlerweile können sie das hauseigene Bier im Krug bestellen. Vier Biersorten werden gebraut, darunter die Schwarze Magd und das Honigbier, ergänzt durch Saisonware wie dem Maibock.

Der Gestütsweg zwischen Neustadt/Dosse und Redefin macht hier Station, es gibt eine Pferdeausspanne. „Vier Boxen stehen für die Tiere bereit. Wer möchte, kann sein Pferd auf die benachbarte Weide stellen“, sagt René Günther. Das Burggebäude bietet Gästen in vier Ferienwohnungen mit 18 Betten eine Übernachtungsmöglichkeit. Für größere Feiern stehen 30 weitere Betten zur Verfügung. Gerade für Hochzeitsgesellschaften sei das attraktiv.

Brautpaare können sich an drei Orten trauen lassen: im Rittersaal, in der historischen Kapelle oder unter freiem Himmel im Rosengarten. Gefeiert werden darf in mittelalterlichen Kostümen. Kulinarisch dominiert die deftige Küche: Pferdefleisch-, Strauß, Wildvariationen bereichern die Tafel. Neben dem Plattenburgspektakel gibt es weitere, jährlich stattfindende Veranstaltungen. Dazu gehören das Konzert am Pfingstmontag mit einem Polizeiorchester, im November das Comedy-Dinner sowie Weihnachtsmarkt und Konzerte.


 

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