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Splitter : Peter Buhtz ist der „Mann für alle Fälle“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

„Ich hab’ da mal ein Problem. Ob Sie mir wohl meine Gartenhecke schneiden könnten?“ Peter Buhtz wird diesen Wunsch sicher nicht abschlagen. Er ist sozusagen der „Mann für alle Fälle“ in Wöbbelin.

Aber sein eigentlicher Job ist ein anderer: Peter Buhtz führt einen selbstständigen Hausmeisterservice. Er ist zuständig für die Kita „Sonnenkäfer“ und das Betreute Wohnen. Rasenmähen, natürlich die Hecke schneiden und auch kleine Reparaturen – macht Buhtz in beiden Einrichtungen alles selbst. „Gerade bei der Reparatur von Spielzeug in der Kita gibt es heutzutage mehr zu tun. Das ist nicht mehr so robust wie früher unsere Holzautos zum Beispiel“, lacht der 49-Jährige. Und wenn hier oder im Betreuten Wohnen zum Beispiel ein Wasserhahn tropft, ist Peter Buhtz auch zur Stelle. „Ein schlechter Hausmeister würde fragen: ,Bin ich ein Klempner oder was?’“ sagt Buhtz. „Doch ich schaue bei solchen Sachen zunächst, ob ich das selbst beheben kann.“

Peter Buhtz hat auch einen Vertrag mit dem Landkreis zur Laubaufnahme und Reinigung des Geländes der Mahn- und Gedenkstätten in Wöbbelin. Wenn Not am Mann ist, zum Beispiel ein Gemeindearbeiter gerade im Urlaub oder woanders beschäftigt ist, hilft er auch dem Dorf. „Dann mähe ich schon mal den Rasen auf dem Schulgelände“, so Peter Buhtz.

Er wohnt seit 2001 in Wöbbelin und hat sich hier toll eingelebt, wie er versichert. Sowohl als gelernter Agrotechniker und nach der Wende als Zimmermann hat Peter Buhtz meist im Freien gearbeitet. „Das ist der entscheidende Faktor für mich, deshalb liebe ich auch meinen jetzigen Job, den ich seit 2002 mache.“

Ort des Gedenkens

Unmittelbar an der L 072, der ehemaligen B 106, befinden sich die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Im vergangenen September  wurde vor dem Eingang das Figurenensemble „Gesichter des KZ Wöbbelin“ des Magdeburger Künstlers Marcus Barwitzki feierlich eingeweiht.  Insgesamt rund 250 Menschen hatten in den vergangenen Jahren am Entstehen des Werks mitgearbeitet.

Im Museum der  Mahn- und Gedenkstätten wird das Leben des Dichters Theodor  Körner  dargestellt, der 1813 in einem Gefecht gegen napoleonische Truppen  bei Gadebusch tödlich verwundet wurde und in Wöbbelin seine letzte Ruhestätte fand.  In der Einrichtung wird ebenso an das ehemalige Konzentrationslager bei Wöbbelin erinnert.

Neben vielen einheimischen Helfern, darunter  Kindern und Jugendlichen, kommen regelmäßig auch Menschen aus Ländern der ganzen Welt in die Mahn- und Gedenkstätten und helfen im Rahmen von Camps zum Beispiel bei der Pflege der Anlagen.

<p>Jana Podlipnik mit Kids an der Infotafel.</p>

Jana Podlipnik mit Kids an der Infotafel.

 

In der Schule summt es

„Summ summ...“ Bienen in der Grundschule. Im August bekamen die Schüler ihr erstes Volk – etwa 50000 Insekten. In der Kneipp-Schule befasst man sich seit einiger Zeit mit Bienen. Es gibt die Arbeitsgruppe „Junge Imker“, im Schulangebot  „Biene“ lernen die  Kinder  unter  anderem,  welche Bienenarten es gibt und wie sie leben.  Schulleiterin Jana Podlipnik ließ sich sogar zur Imkerin  ausbilden.   Die Streuobstwiese auf dem Gelände  ist eine ideale  Bienenweide. Hier stehen auch der Bienenkasten und ein alter Bauwagen, in dem verschiedene Utensilien aufbewahrt werden, dazu eine Infotafel.  „Wir sind schon ganz aufgeregt, ob wir die Bienen gut über den Winter bekommen“, sagt Jana Podlipnik.

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