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21. November 2017 | 15:08 Uhr

Peer und die Punktlandung

vom

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2013 | 06:12 Uhr

Peer Steinbrück ist erneut eine Punktlandung geglückt und wieder einmal genau in ein Fettnäpfchen. Seine kurzfristige Absage an den gestrigen Unternehmertag hat keineswegs zum Abbruch der Beratung geführt, aber die Enttäuschung, dass der SPD-Kanzlerkandidat nicht "Zur Neubegründung der sozialen Marktwirtschaft" vorträgt, war vielen Gästen ins Gesicht geschrieben. Erst recht, als die gestrige Sitzung des Bundestages als Begründung des Fehlens von Steinbrück herhalten musste. War die wichtiger, als vor mehr als 400 Unternehmern aus Mecklenburg-Vorpommern Klartext zu sprechen? Das verlesene Grußwort des Kanzlerkandidaten wurde im ganzen Saal mit Regungslosigkeit quittiert.

Steinbrück hat die Chance vergeben, vor einem illustren Auditorium verbal den gelungenen Spagat zwischen dem einstigen gut bezahlten Vortragsredner und dem möglichen strategisch starken Kanzler in spe zu demonstrieren. So manch einer hatte auf einen echten flotten Spruch gehofft, der von Rostock aus die Bundespolitik aufhorchen lässt.

Einem Kanzlerkandidaten steht es zu, Termine kurzfristig neu zu sortieren. Doch er muss damit leben, dass die "Alleingelassenen" sich ein Urteil bilden und die finale Punktlandung von Peer Steinbrück bei den Bundestagswahlen im September unter diesem Eindruck mitbestimmen.

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