Splitter : Parkplätze sind ein rares Gut

Ärgernis für Anwohner: wildes Parken auf den Gehwegen vor der Kongresshalle bei Großveranstaltungen
Ärgernis für Anwohner: wildes Parken auf den Gehwegen vor der Kongresshalle bei Großveranstaltungen

In der Weststadt gibt es mehr Fahrzeuge als Stellplätze – die Stadt hat immer noch kein Konzept vorgelegt

von
15. Januar 2016, 13:53 Uhr

In keinem anderen Schweriner Stadtteil sind so viele Fahrzeuge registriert wie in der Weststadt. Insgesamt rund 5200 Motorräder, Personenwagen und Laster weist die Statistik aus. Dazu kommen mehr als 420 Anhänger. Das Problem: Wohin mit all diesen Fahrzeugen? Denn es gibt lediglich gut 3700 Parkplätze. Diese Diskrepanz vergrößert sich noch, wenn in der Sport- und Kongresshalle Veranstaltungen stattfinden. Immer wieder gibt es dann Beschwerden der Anwohner. Geparkt wird, wo es nur geht: gern auch auf Gehwegen und Grünflächen.

Die Stadtvertreter haben das Thema schon vor einiger Zeit an sich gezogen. Sie beauftragten die Verwaltung, „für Anwohner und Besucher von Veranstaltungen, die Parkraumkapazität bis zum 31. Dezember 2015 deutlich zu erhöhen“. Der Termin ist verstrichen, geschehen ist nichts, die Verwaltung verhält sich still.

Außerdem wurde die aktuelle Parkanordnung in der Weststadt erfasst. Untersucht wurde, ob auf städtischen oder anderen Flächen zusätzliche Parkplätze entstehen könnten. Nach dem Abschluss dieser Bestandsaufnahme verkündete Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, dass ein Konzept zur Parkraumverbesserung in der Weststadt erarbeitet werde. Das war im Oktober vergangenen Jahres. Vorliegen sollte das Parkraumkonzept noch 2015. Doch es ist immer noch in der „verwaltungsinternen Abstimmung“, teilte der Fachdienstleiter Verkehrsmanagement, Bernd-Rolf Smerdka, mit.

Aber auch mit dem Konzept wird es in der Weststadt keine wesentliche Entlassung geben. Nach SVZ-Informationen könnten wenige hundert Stellplätze zusätzlich geschaffen werden. Und dabei ist eine Erweiterung des Großparkplatzes an der Kongresshalle schon berücksichtigt. Der könnte wenigstens eine Entlastung bei Großveranstaltungen bringen. Für das tägliche Parken allerdings ist er zu weit ab von den Wohnhäusern.

Freiwillige Feuerwehr zieht bei Vorwärts ein

Einst war es die erste Adresse für Autofahrer, die Probleme mit ihrem Wagen hatten: der VEB Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetrieb „Vorwärts“. Doch das ist lange vorbei, das Gelände liegt seit Jahren weitgehend brach. Einige wenige Räume sind vermietet, einmal im Jahr findet ein großes Oldtimer-Treffen statt. Aber jetzt gibt es Pläne, das Vorwärts-Areal wieder zu beleben. In die Hallen am Mittelweg soll die Freiwillige Feuerwehr Mitte einziehen. In diesem Jahr soll die Planung erfolgen, 2017 soll umgebaut werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Mitte ist derzeit in der Rettungswache in der Lübecker Straße untergebracht. Weil dort wieder die Berufsfeuerwehr einziehen soll, brauchen die freiwilligen Helfer ein neues Domizil.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen