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21. November 2017 | 20:33 Uhr

Pannen-Flughafen: Wieder fliegt einer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Planer der Entrauchungsanlage am neuen Hauptstadtflughafen gefeuert

Anstatt mit einem Eröffnungstermin macht der Berliner Hauptstadtflughafen BER erneut mit Personalquerelen von sich reden. Die Flughafengesellschaft hat den Planer der berüchtigten Entrauchungsanlage entlassen. Ein Sprecher erklärte, die Zusammenarbeit sei „aufgrund schwerer Mängel“ beendet worden.

Die technischen Probleme mit der Entrauchungsanlage – die vom neuen Technik-Leiter Jochen Großmann „Monster“ genannt wird – gelten als ein Haupthindernis für die Fertigstellung des neuen Flughafens. Ein Starttermin ist noch immer nicht in Sicht. Großmann hatte im Zusammenhang mit der Brandschutzanlage zuvor von einem „Planungsfehler“ gesprochen. Er will die komplexe Anlage zerlegen, um sie beherrschbar zu machen.

Der geschasste und kritisierte Planer wehrte sich. Eine Verkleinerung der Anlage habe er schon vor mehr als einem Jahr vorgeschlagen, sagte er dem „Spiegel“. Seine Ideen seien aber abgetan worden.

Unterdessen meldete sich im Ringen um das Nachtflugverbot an dem künftigen Airport erneut der Bund zu Wort. Die Luft- und Raumfahrtkoordinatorin der Bundesregierung, Brigitte Zypries (SPD), sprach sich gegen eine strikte Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr aus. „Eine entsprechende Regel griffe zu weit“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Am BER würden Flugzeuge über Gebieten starten und landen können, die „sicher nicht so dicht besiedelt sind wie zum Beispiel rund um den Flughafen Frankfurt“.

Derzeit ist am Flughafen ein Start- und Landeverbot zwischen 0 und 5 Uhr geplant. Brandenburg dringt auf eine Ausweitung. Die anderen Flughafen-Gesellschafter, Bund und Berlin, sind dagegen.

Als alternativen Lärmschutz schlug Zypries vor, zu Nachtzeiten nur noch moderne und relativ leise Maschinen starten und landen zu lassen. Bei der Technologie habe es „gewaltige Fortschritte“ gegeben, sagte die SPD-Politikerin.

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