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17. Oktober 2017 | 19:08 Uhr

Filmkonzert : Ossi und Prinz Nucki

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Belgische Band begleitete Ernst Lubitschs Stummfilm „Die Austernprinzessin“

svz.de von
erstellt am 08.Mai.2016 | 19:30 Uhr

„Das imponiert mir gar nicht.“ Diesen Satz lasen am Freitagabend viele Kinobesucher wiederholt auf der Leinwand. Im Rahmen des Filmkunstfestes zeigte das Capitol Ernst Lubitschs Film „Die Austernprinzessin“. Das Besondere daran – der Stummfilm wurde von der belgischen „Flat Earth Society“ vertont.

Anlässlich der Filmreihe mit dem Gastland Belgien sorgte die 14-köpfige Band mit Trompeten, Saxophon, Tuba und vielen weiteren Instrumenten für die musikalische Untermalung des Films. Unter der Leitung des Komponisten Peter Vermeersch spielte die 1998 gegründete „Flat Earth Society“ einen Mix aus Jazz, Swing, Folklore und Big-Band-Klängen.

„Die Austernprinzessin“ handelt von dem amerkanischen Geschäftsmann Quaker, der sein Vermögen mit Meeresfrüchten verdient hat und aus diesem Grund der Austernkönig genannt wird. Als seine Tochter Ossi von ihm verlangt, ihr einen Prinzen als Ehemann zu besorgen, engagiert Quaker einen Heiratsvermittler. Dieser präsentiert ihm Prinz Nucki. Da Ossi es jedoch sehr eilig mit dem Heiraten hat, kommt es zu einem Missverständnis und sie heiratet aus Versehen des Prinzens Dienstboten.

„Es ist ein fantastischer Film“, schwärmte Rudolf Conrades an diesem Abend. Es ist nicht der erste Stummfilm, den der Schweriner gesehen hat. „Aber dass so ein Film mit Live-Musik gezeigt wird, erlebt man nicht oft“, so der 75-Jährige. „Die Band hat kongenial gespielt. Es war einfach ein grandioser Kinoabend“, lobte Conrades.

Zusätzlich zum humoristischen Hauptfilm zeigten die Gäste aus Brüssel vier Kurzfilme aus ihrem Programm „Hearsee“ – „wo die Augen zuhören und die Ohren sehen“, heißt es von der „Flat Earth Society“. Ein besonderes Highlight schaffte Stimmwunder Peter Vermeersch für die film- und musikbegeisterten Besucher, als er den Film „Ma vout-o-reenee“ von Geert Dijkers und Marc Meeuwissen mit eigenem Scat-Gesang vertonte.

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