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23. November 2017 | 04:59 Uhr

Behandlungsfehler : Opfer verklagen Thomas M.

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 21:00 Uhr

Den Abrechnungsbetrug in Millionenhöhe hat Thomas M. gestanden – inzwischen muss er sich auch wegen mutmaßlicher Behandlungsfehler verantworten. Mehrere Patienten haben den Neurochirurgen angezeigt. Eine von ihnen ist Cathleen Augustin (29) aus Rostock, die Thomas M. schwere Körperverletzung vorwirft. „Ich kämpfe seit sieben Jahren“, sagt sie.

2007 litt sie unter Rückenschmerzen. Thomas M. operierte sie an der Wirbelsäule – grundlos, wie Gutachter bescheinigten. Auch sei es zu schweren Fehlern bei der Nachsorge gekommen. Ein Alptraum für Augustin: Ihr rechtes Bein ist gelähmt, ihre Blase funktioniert nicht mehr. Die Frau kann nicht arbeiten und ist auf Pflege angewiesen.

Erst in diesem Jahr erstritt sie vor dem Landgericht Rostock 100 000 Euro. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Augustin falsch behandelt wurde. Sie verpflichteten Thomas M., zusätzlich für alle körperlichen und materiellen Spätfolgen aufzukommen, die noch gar nicht absehbar sind.

Aber zu Ende ist der juristische Streit damit noch nicht. Das Versicherungsunternehmen von Thomas M. habe mitgeteilt, zum Behandlungszeitpunkt habe keine Berufshaftpflicht bestanden, so die Rostockerin. Um ihr Geld tatsächlich zu bekommen, wird sie mit ihrem Hamburger Anwalt nun möglicherweise einen weiteren Prozess führen müssen – gegen die Versicherung.

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