Oma erhält Sorgerecht für Jacksons Kinder

Die Sorgerechtsfrage ist geklärt: Die Kinder von Michael Jackson bleiben bei der Mutter des Popstars.
Die Sorgerechtsfrage ist geklärt: Die Kinder von Michael Jackson bleiben bei der Mutter des Popstars.

Im Tauziehen um die drei Kinder von Michael Jackson ist es zu einer Einigung gekommen. Unterdessen wurden weitere Vorwürfe gegen den Hausarzt des verstorbenen Popstars erhoben.

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31. Juli 2009, 12:35 Uhr

Los Angeles (dpa) - Die Mutter des Sängers, Katherine Jackson, und Jacksons Ex- Frau Debbie Rowe haben sich ihren Anwälten zufolge darauf verständigt, dass die Kinder von ihrer Oma aufgezogen werden. Die Sorgerechts-Absprache muss noch von einem Richter abgesegnet werden. Für Montag ist in Los Angeles eine entsprechende Anhörung angesetzt.

Beide Seiten hätten sich einvernehmlich und «im besten Interesse der Kinder» entschieden, teilten die Anwälte von Rowe und der Jackson-Familie mit. Rowe, die leibliche Mutter der beiden älteren Kinder Prince und Paris, verlangt lediglich ein Besuchsrecht. Zudem haben sich beiden Frauen darauf geeinigt, einen Kinderpsychologen einzuschalten. Bei den Verhandlungen sei es nicht um Geld gegangen, hieß es.

Jacksons Leibarzt droht Anklage wegen mehrerer Vergehen

Jacksons drei Kinder Prince, Paris und Blanket sind seit dem Tod des Sängers am 25. Juni in der Obhut ihrer 79 Jahre alten Oma. In seinem Testament gibt Jackson seiner Mutter das Sorgerecht für die Kinder. Als mögliche Ziehmutter benannte er auch die US-Sängerin Diana Ross, mit der er gut befreundet war. Rowe wird in dem Testament vom 7. Juli 2002 nicht bedacht.

Während die Sorgerechtsfrage von Jacksons Kindern geklärt ist, gehen die Ermittlungen zur Todesursache des "King of Pop" weiter. Michael Jacksons Privatarzt Conrad Murray droht dabei eine Anklage wegen mehrerer Vergehen.

Ermittler suchten nach Hinweisen auf Narkosemittel

Wie die «Los Angeles Times» am Donnerstag unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, haben die Ermittler den Kardiologen neben Totschlag auch wegen unrechtmäßigen Verschreibens von Medikamenten und der «Versorgung eines Süchtigen mit Arzneimitteln» ins Visier genommen.

Am Donnerstag wurden zudem mehr Einzelheiten über die Ermittlungen gegen Murray bekannt. Die Durchsuchung seines Wohnhauses und seiner Praxis in Las Vegas am Dienstag drehte sich hauptsächlich um Hinweise auf das Narkosemittel Propofol, berichtete die Zeitung unter Berufung auf den Wortlaut des Durchsuchungsbefehls. Bei der über achtstündigen Aktion seien unter anderem fünf Computerfestplatten und zahlreiche Aktenordner beschlagnahmt worden. Der Kardiologe steht im Verdacht, Jackson wenige Stunden vor dessen Tod das gefährliche Narkosemittel verabreicht zu haben. Der 50-jährige Jackson starb am 25. Juni dieses Jahres.

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