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Interview mit dem Bürgermeister : Ohne Vorgaben wäre weiteres Wachstum möglich

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

NNN-Gemeindeserie: Bürgermeister Hanns Lange im Gespräch

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 15:00 Uhr

In der Gemeinde sind viele neue Wohnhäuser entstanden. Broderstorf scheint sich gut entwickelt zu haben?
Durchaus, seit Anfang der 90er-Jahre haben wir 15 Bebauungspläne entwickelt, etwa 5 davon waren gewerbliche Gebiete, der Rest Wohngebiete.
 

Also ist die Gemeinde hauptsächlich als Wohnort geprägt? Was macht Broderstorf besonders lebenswert?
Ja, wir sind schon hauptsächlich Wohnort. In erster Linie ist wohl die Nähe zu Rostock ein Grund, warum der Bedarf nach Grundstücken da ist und wir mittlere und größere Wohngebiete erschließen konnten. Außerdem haben wir die gesamte Infrastruktur erneuert und ausgebaut wie zum Beispiel Straßen, Kitas und Schulen. Die Betreuungseinrichtungen sind auch sehr gut ausgelastet. Aber im Moment ist der Bedarf noch nicht so groß, dass er das notwendig machen würde. Wenn die Stadt-Umland-Regelung weiteren Wachstum zulassen würde, wäre das sicherlich anders.
 

Wenn die Drei-Prozent-Wachstums-Grenze nicht wäre, würde die Gemeinde auch weiterhin wachsen?
Davon gehe ich aus. Wir haben auch noch städtebaulichen Missstand, das alte LPG-Objekt, das wir gern entwickeln würden. Und wir hätten noch ein Kontingent, um etwa 15 bis 20 Häuser zu errichten. Der Bedarf an Grundstücken ist jedenfalls da.


Gibt es noch an anderen Stellen Bedarf in der Gemeinde?

Wir würden uns freuen, wenn sich ein Nahversorger hier niederlassen würde. Zwar profitieren wir von den Nachbargemeinden, aber man ist immer aufs Auto angewiesen.


Wie sieht es eigentlich im Bereich Gewerbe aus?
Eine weitere gewerbliche Entwicklung ist kaum noch möglich, da wir keine Flächen haben. Aber das Gebiet in Pastow macht sich gut. Es ist jetzt zu 95 Prozent ausgelastet. Rückblickend betrachtet war es ein großes Glück, dass wir das Gebiet in Neuendorf nach der Wende entwickeln konnten. Ein Problem ist aber, dass es dort bis heute keine direkte Autobahnabfahrt gibt.


Und wie ist dort jetzt der Stand der Dinge?

Im Heros-Center entsteht ein Outlet-Center, das im März eröffnet werden soll.


Was beschäftigt die Gemeinde außerdem?
Die geplante Hähnchenmastanlage in Fienstorf ist immer noch ein sehr kritisches Thema. Aus Sicht der Gemeinde gibt es aber nur wenige Möglichkeiten, es zu verhindern. Ein Punkt, der uns berechtigt, dagegen zu sein, ist die straßentechnische Erschließung. Weil Teile der Straße nicht für die Transporte ausgelegt sind.


Was steht in diesem Jahr an?
In Steinfeld soll ein längerer Straßenabschnitt erneuert werden, ebenso wie die Straße zwischen Neuendorf und Bentwisch. Da müssen wir viel Geld in die Hand nehmen. Jetzt muss geklärt werden, wie hoch die Kosten für die Straße Neuendorf-Bentwisch werden und ob sich die Verkehrsbelastung ändern könnte. Das soll dieses Jahr erfolgen, die Realisierung dann wohl erst 2018.
 

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