Splitter : Österreicher sanieren das Neuhofer Schloss

Das nach der Wende lange ungenutzte und heruntergekommene Schloss Neuhof wird durch die aus Österreich stammende Familie Pils saniert.
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Das nach der Wende lange ungenutzte und heruntergekommene Schloss Neuhof wird durch die aus Österreich stammende Familie Pils saniert.

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23. November 2015, 11:52 Uhr

Seit 20. Dezember vergangenen Jahres wohnen Herbert und Susanne Pils zusammen mit der erwachsenen Tochter Nile im Schloss Neuhof. „Wir haben Baustellen-Weihnacht gefeiert“, merkt Herbert Pils dazu an.

Der Vorvertrag fürs historische Gebäude war bereits im Oktober 2012 unterzeichnet worden. Erworben haben die aus dem Inn-Viertel in Oberösterreich Stammenden das Objekt mit seinen 48 Räumen schließlich am 18. Dezember 2012.

Seit knapp einem Jahr wohnen die Pils’ nun auf der Baustelle und haben sich zum Ziel gesetzt, das Gebäude nach und nach denkmalgerecht zu sanieren. Wahrlich eine Mammutaufgabe.

Urkundlich reicht die Geschichte des Schlosses bis ins Jahr 1235 zurück. Von 1823 bis 1945 residierten hier die Freiherrn von Langen, zuletzt Ludwig Philipp Otto von Langen und dessen Frau. Wobei Otto sein Rufname war. OvL – das Kürzel findet sich noch heute an so manchem Neuhofer Gebäudebalken. Zu DDR-Zeiten diente das Gutshaus als Wohnung für mehrere Familien. Hier war zudem der Dorf-Konsum drin.

Verein „Alte Schmiede“

In diesem Jahr beging der Verein „Alte Schmiede“ sein fünfjähriges Bestehen. Zur Zeit hat er 14 Mitglieder, Vorsitzende ist Marianne Suderow. Der Vereinsname bezieht sich auf die ehemalige Nutzung des heutigen Gemeindehauses in Neuhof. Umgebaut tagt hier jetzt nicht nur die Gemeindevertretung; in der „Alten Schmiede“ sowie auf dem Gelände drumherum finden die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt. Private Feiern oder örtliche Festivitäten.

Und bei Letzteren haben häufig die Mitglieder des Vereins „Alte Schmiede“ den Hut aus. Sei es bei der Frauentagsfeier oder dem jährlichen Erntefest, das diesmal am 3. Oktober zusammen mit der 780-Jahr-Feier von Neuhof begangen wurde. Und die nächste traditionelle Veranstaltung will auch schon wieder vorbereitet sein: die Rentner-Weihnachtsfeier am 1. Dezember.

Zudem veranstaltet der Verein monatsweise insgesamt acht Skat- und Knobelabende mit an die 50 Teilnehmer. Organisiert von Ehemann Klaus Suderow, der zudem fleißig mit reizt.

Bibower Dorfkirche.
Bibower Dorfkirche.
 

Feininger skizzierte sie

Die gotische Backsteinkirche in Bibow stammt aus dem 14. Jahrhundert und erlangte Weltberühmtheit durch die Tatsache, dass sie Lyonel Feininger 1921 während eines zufälligen Zughaltes in sein Skizzenbuch zeichnete. Das Original befindet sich heute im Museum der Harvard-Universität in den USA.

Der im Mai 1999 gegründete Bibower Kirchenbauverein (25 Mitglieder) kümmert sich um Sanierung und Erhalt des Gotteshauses. Regelmäßig organisiert der Verein nicht religiös gebundene Lesungen, Vorträge bzw. Kinoabende.

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