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23. November 2017 | 23:30 Uhr

Nordpol-Eis klein wie nie

vom

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2012 | 10:02 Uhr

New York | Das Eis um den Nordpol herum ist auf ein Rekord-Minimum geschrumpft. Mit einer Fläche von 4,10 Millionen Quadratkilometern habe es den niedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahre 1979 erreicht, teilte das Schnee- und Eisdatenzentrum der USA (NSIDC) in Boulder im Bundesstaat Colorado mit. Diese Daten seien am Sonntag erhoben worden. Da die wärmere Jahreszeit in der Region noch bis zu drei Wochen anhalte, könne das Eis weiter schmelzen. "Im Kontext dessen, was in den vergangenen Jahren und seit Beginn der Satellitenmessungen passiert ist, zeigen diese Daten, dass die Eisfläche sich fundamental verändert", erklärte Walt Meier vom NSIDC. "Die Arktis war früher von vielschichtigem Eis, oder Eis, das mehrere Jahre lang bestehenblieb, dominiert. Jetzt wird es mehr zu einer saisonalen Eisfläche, und große Teile werden im Sommer verschwinden."

Wetter-Ereignisse, die eine besonders starke Eisschmelze in diesem Jahr erklären könnten, habe es nicht gegeben, sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. "Abgesehen von einem größeren Sturm im August war das Wetter nicht bemerkenswert. Das Eis ist so dünn und schwach, dass es gar nicht mehr darauf ankommt, wie stark der Wind bläst."

Den bisherigen Rekord hatten die Forscher im September 2007 gemessen. Damals lag die Größe der Eisfläche bei 4,17 Millionen Quadratkilometern. Teile des Arktiseises schmelzen jedes Jahr in den wärmeren Monaten und frieren in den kälteren Monaten wieder zu. Die Größe der Gesamtfläche verändert sich von Jahr zu Jahr allein schon wegen unterschiedlicher Wetterbedingungen.

Seit Beginn der Messungen 1979 sei die Gesamtfläche aber insgesamt "dramatisch zurückgegangen", warnte das NSIDC. Das sei vor allem der Erderwärmung und dem globalen Klimawandel zuzuschreiben.

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