Nordex stellt ein

Vorstandschef Thomas Richterich und Geschäftsführer Bernhard Torliene freuen sich auf den mordernen Standort. Foto: Michael Pabst
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Vorstandschef Thomas Richterich und Geschäftsführer Bernhard Torliene freuen sich auf den mordernen Standort. Foto: Michael Pabst

In den kommenden zwei Jahren baut der Windkraft-anlagenhersteller Nordex seine Produktion in Rostock aus. Im Güterverkehrszentrum entstehen neue Werkhallen für die Rotorblatt- und Turbinenherstellung. Rund 300 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.

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25. Januar 2008, 04:09 Uhr

Rostock- Windenergie boomt weltweit – und jetzt bekommt Rostock eine gehörige Portion ab. Nordex hat gestern den ersten Spatenstich für den Ausbau der Produktion im Güterverkehrszentrum gesetzt. 86 Millionen Euro steckt der Hersteller von Windkraftanlagen in das Projekt. Zu den derzeit 700 Mitarbeitern am Standort Rostock werden 300 neue hinzukommen. Durch die Betriebserweiterung wird sich nach Unternehmensangaben die Kapazität für den europäischen Markt verdreifachen.

Künftig Rotorblätter von mehr als 50 Metern Länge
Die Gesamtleistung der pro Jahr am Standort produzierten Windturbinen steigt so laut Nordex von derzeit 850 auf 2000 Megawatt, die Produktion der Rotorblätter soll von 320 auf 1000 Megawatt Gesamtleistungsfähigkeit erhöht werden. In der ersten Stufe baut das Unternehmen seine Rotorblatt-Produktion auf rund 1000 Megawatt Jahresleistung aus. Dafür entsteht bis zum Jahresende eine neue Halle für die Endbearbeitung der Rotoren. Gleichzeitig ist eine Flächenverdoppelung der bereits bestehenden Produktionshalle geplant. So ist zukünftig auch die Fertigung von Rotorblättern mit mehr als 50 Metern Länge möglich. Im Mai nimmt Nordex dann die zweite Baustufe in Angriff. Hier geht es um die neue Turbinen- und Schaltschrankmontage. Dazu kommen Gebäude für Verwaltung und Service. „In zwei Jahren können wir in einer modernen Fertigungsumgebung konzentriert an einem Standort in Rostock produzieren. Damit nutzen wir unsere Wachstumschancen und können zukünftig noch effizienter arbeiten“, so Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG.

Auch die Politik zeigt sich begeistert. „Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, Rostock als primären Produktionsstandort für Europa sowie als Kompetenzcenter des Unternehmens auszubauen“, sagt Wirtschaftsminister Jürgen Seidel. Nordex will seinen Umsatz bis 2010 verdoppeln. Der derzeitige Auftragsbestand hat den Angaben zufolge einen Gesamtwert von drei Milliarden Euro. „Nordex ist das erste Unternehmen in MV mit einem Jahresumsatz von einer Milliarde Euro“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling. Sollte sich die Nachfrage in Europa weiterhin so rasant entwickeln, ist ein weiterer Ausbau des Standortes möglich. Es gibt bereits erste Pläne für eine nochmalige Verdoppelung der Rotorblatt-Produktion und eine Erweiterung der Turbinenmontage.

Inros Lackner AG übernimmt die Planung
Mit den Planungsleistungen für die ersten beiden Bauabschnitte ist das Rostocker Architektur- und Ingenieurunternehmen Inros Lackner AG beauftragt. „Die Zeitschiene für die Planung ist sehr anspruchsvoll“, erklärt Vorstandschef Uwe Lemcke. Dazu zählt die Tragwerksplanung der Hallen, denn mehrere große Hallenkrananlagen, zum Beispiel für die Endmontage, sind zu berücksichtigen.

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