Nokia verdient mehr Geld als erwartet

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24. Januar 2008, 02:04 Uhr

Helsinki - Der finnische Mobiltelefonkonzern Nokia hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld verdient als erwartet. „Das ausgezeichnete vierte Quartal von Nokia hat zu einem Jahr mit einem hohen Wachstum und Profitabilität für den Konzern geführt“, sagte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo am Donnerstag in Helsinki. Wie der Konzern, der derzeit wegen der geplanten Schließung seines Bochumer Werkes in der Kritik steht, mitteilte, erhöhte sich der Nettogewinn im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44 Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Euro. Experten hatten im Durchschnitt lediglich mit knapp 1,7 Milliarden Euro gerechnet.

Auch der Umsatz entwickelte sich besser als erwartet. Von Oktober bis Dezember setzte das Unternehmen den Angaben zufolge 15,7 Milliarden Euro um und damit 34 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Analysten waren durchschnittlich von rund 15,0 Milliarden Euro ausgegangen. Für das Gesamtjahr 2007 ergebe sich ein um 67 Prozent höheres Nettoergebnis von 7,2 Milliarden Euro bei einem um 24 Prozent auf 51,1 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz.

Insgesamt habe Nokia von Oktober bis Dezember weltweit 133,5 Millionen Mobiltelefone verkauft. Das entspreche einem Wachstum von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Basierend auf vorläufigen Schätzungen geht Nokia für das vierte Quartal 2007 insgesamt von einem Marktanteil von 40 Prozent aus, nach 39 Prozent im Vorquartal und 36 Prozent im Vorjahresquartal. Der durchschnittliche Verkaufspreis für ein Nokia-Handy habe im vierten Quartal bei 83 Euro gelegen und damit unter dem Wert des Vorjahresquartals von 89 Euro.

Nokia hatte Anfang vergangener Woche mitgeteilt, sein Werk in Bochum mit rund 2300 Mitarbeitern zur Jahresmitte schließen zu wollen. Die Produktion soll künftig in Rumänien erfolgen, wo die Lohnkosten deutlich niedriger sind.

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