Nicht sauber

svz.de von
12. Juli 2012, 10:26 Uhr

Der Streit um die Autoabgase gehört zu den wenig erfreulichen Kapiteln der europäischen Klimaschutzpolitik. Ob Umweltzonen oder Berechnung der Grenzwerte für einzelne Hersteller – die Maßnahmen sind eher zufällig, willkürlich und mehr von dem Versuch getrieben, Aufmerksamkeit zu erregen, als Wirkung zu erzielen. Dieses Muster behält der neue Vorstoß zur Senkung des CO2-Ausstoßes auf 95 Gramm pro Kilometer bei.

Mehr noch: Der Unsinn wird verschärft. Denn warum die Berechnungsformel für schwere Fahrzeuge jetzt so korrigiert werden soll, dass die deutlich effizienteren Motoren weiter belastet werden, während Kleinwagen ihr Einsparpotenzial gar nicht ausschöpfen müssen, ist nicht zu verstehen. Das Ergebnis wird in einer Verschiebung derDiskussion aus dem Ressort Klimaschutz in die Rubrik Industriepolitik sein, die natürlich am Ende siegen dürfte.

Mit anderen Worten: Deutsche Autobauer müssen wieder darum kämpfen, nicht stärker belastet zu werden als die französische und italienische Konkurrenz. So aber kommt man auf Dauer nicht wirklich weiter. Vor allem gegenüber dem Kunden nicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen