„24 Wochen“ räumt drei preise ab : Nicht leichtfertig verteufeln

Anne Zohra Berrached erhält aus den Händen des Geschäftsführers des Medienhauses Nord, Andreas Gruczek, den SVZ-Publikumspreis für den Film „24 Wochen“
Anne Zohra Berrached erhält aus den Händen des Geschäftsführers des Medienhauses Nord, Andreas Gruczek, den SVZ-Publikumspreis für den Film „24 Wochen“

Regisseurin Anne Zohra Berrached über ihren Film „24 Wochen“

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08. Mai 2016, 19:30 Uhr

Die Thüringer Regisseurin Anne Zohra Berrached wurde auf dem 26. Filmkunstfest MV für ihren Film „24 Wochen“ gleich mit drei Preisen geehrt. Holger Kankel sprach mit ihr.

Haben Sie mit diesem Erfolg gerechnet?
Anne Zohra Berrached: Ich habe mit gar nichts gerechnet. Aber ganz ehrlich: Ich kann das Geld gut gebrauchen, einfach um zu leben.

Die Hauptrollen der Eltern, die sich für oder gegen eine Abtreibung entscheiden müssen, spielen Julia Jentsch und Bjarne Mädel. Eine ungewöhnliche Konstellation, Mädel ist ja eher als Komödiant bekannt.
Meine Casterin schlug Bjarne Mädel vor. Ich wollte diese Rolle unbedingt gegen den Strich besetzen. Und Bjarne hat sofort zugestimmt, weil er aus dieser Comedy-Schiene rauswollte.

War der Schluss von vornherein klar?
Ja, es ist ein Fakt, dass über 90 Prozent der Frauen, die ein Kind mit Downsyndrom bekommen hätten, abtreiben. Ein Thema, über das so gut wie nie gesprochen wird. Darum wollte ich, das die Zuschauern mitfühlen, weil bei diesem Thema Frauen allzuoft verteufelt werden.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

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