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Christoph 39 : Neun Fragen, die der Besatzung häufig gestellt werden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hintergründe zum Einsatzgeschehen

von
erstellt am 30.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Fliegt Christoph 39 Tag und Nacht?

Nein. Betriebsbeginn ist um 7 Uhr. Die letzte Landung am Einsatzort kann bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang erfolgen. Der Rückflug zu Landeplätzen an Krankenhäusern oder zur Perleberger Station ist auch bei Dunkelheit möglich. Es gibt allerdings auch ADAC-Helikopter, die rund um die Uhr fliegen.

Bei welchem Wetter kann der Rettungshubschrauber eingesetzt werden?

Christoph 39 fliegt dann, wenn die gesetzlichen Regelungen für den Sichtflug erfüllt sind. Bei Nebel, Sturm und Gewitter bleibt der Heli am Boden, Regen ist weniger problematisch.

Darf der Rettungshubschrauber überall landen?

Jein. Im Einsatzfall kann Christoph 39 tatsächlich auf jeder Fläche landen, die groß genug ist. Dafür hat die ADAC-Luftrettung eine Allgemeinerlaubis für Außenlandungen jenseits von Flug- und Hubschrauberlandeplätzen. Ist die Crew auf einem Rück- oder Überführungsflug, also nicht im akuten Einsatz, gilt diese Erlaubnis nicht.

Kommt der Rettungshubschrauber nur bei schweren Unfällen?

Nein. Der Hubschrauber wird immer dann eingesetzt, wenn ein Notarzt zu einem Patienten gebracht werden muss, der Transport auf dem Landweg mit dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) jedoch zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde oder alle drei Prignitzer NEF bereits im Einsatz sind. Weiterhin wird der Heli alarmiert, wenn eine weite Transportstrecke, beispielsweise zu einer Spezialklinik, zu erwarten ist.

Wer alarmiert den Rettungshubschrauber?

Die Entscheidung trifft die Leitstelle. Anhand des Einsatzstatus anderer Rettungsmittel wie Rettungswagen oder Notarzteinsatzfahrzeug sowie eines Fragenkataloges klärt der Disponent während des Notrufs ab, ob der Hubschraubereinsatz aus medizinischen oder logistischen Gründen notwendig ist.

Warum wird der Patient nicht immer mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert?

Mitunter kann es vorkommen, dass der Transport auf dem Landweg schneller geht, beispielsweise weil der Patient erst zeitaufwändig zum Hubschrauber gebracht werden muss.

Wie lange braucht der Rettungshubschrauber zum Einsatzort?

Nach dem Alarm ist Christoph 39 innerhalb von zwei Minuten in der Luft. Der Anflug zum Unglücksort dauert in der Prignitz dank der Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern maximal 15 Minuten. Die Randbereiche des Einsatzradius, der rund 70 Kilometer beträgt, sind in höchstens 20 Minuten erreicht.

Was kostet ein Einsatz des Rettungshubschraubers?

Eine Flugminute im Rettungseinsatz kostet zwischen 40 und 80 Euro. Abgerechnet wird dies mit den Krankenkassen.

Wieviel kostet ein Rettungshubschrauber?

Eine EC 135 mit der entsprechenden Ausstattung kostet rund fünf Millionen Euro.

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