Neues Gadebuscher Zugpferd hat einen Riss

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19. Februar 2008, 08:34 Uhr

Gadebusch - Das gab es bislang wohl nur im schlechten Film: Eine Stadt kauft ein teures Kunstwerk und bekommt ein beschädigtes Original geliefert. Genauso ergeht es nun auch der Stadt Gadebusch. Denn ihr neuer blauer Schönling ist gar kein Schönling mehr. Er hat einen fast 30 Zentimeter langen Riss am Leib.

Empört über diesen Makel an Pegasus sind Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Sie stoppten sofort die geplante Überweisung des vereinbarten Kaufpreises ins niedersächsische Rastede. Der Verkäufer kann dort wohl ewig warten auf die 1800 Euro.

Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest soll sogar wutschnaubend durchs Rathaus gerannt sein. Und das kann man durchaus verstehen. „Denn dieses Pferd hat einen schwerwiegenden Mangel. Deshalb drängen wir auf eine Preisminderung“, sagte Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest und gab die Marschrichtung vor. Mecklenburger lassen sich nicht so leicht über den Tisch ziehen. Und so wurde das Bürgerliche Gesetzbuch gewälzt, um sich für den zu erwartenden Preiskrieg bestens juristisch zu wappnen. Wenig später klingelte ein Telefon in Rastede. Preisverhandlung? Akzeptiert! Die Stadt braucht nur noch 1000 Euro bezahlen.

Und der Riss? Der soll während einer Schönheitsreparatur verschwinden. Denn das Pferd mit Flügeln besteht aus Glasfaser-Polyester-Kunststoff (GFK) und jeder halbwegs begabte Modellbauer kann den Riss wieder schließen. Na dann wird ja alles gut...

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