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17. November 2017 | 22:24 Uhr

Neuer Fähranleger wächst

vom

svz.de von
erstellt am 29.Nov.2011 | 06:41 Uhr

Rostock | Auf Pier 1 im Rostocker Seehafen wächst ein neuer Fähranleger. Erste Konturen des Bauwerks zeichnen sich ab. Der Liegeplatz 54 auf der Ostseite der Pier 1 wird komplett umgestaltet. Der Grund: Die deutsch-dänische Reederei Scandlines wird ab Frühjahr 2012 zwei neue Fährschiffe auf der Route zwischen Rostock und dem dänischen Gedser einsetzen. Die jeweils rund 170 Meter langen Neubauten, mit denen sich die bisherigen Passagier- und Frachtkapazitäten auf der Linie verdoppeln werden, entstehen derzeit auf den P+S-Werften in Stralsund. Die neuen Fährschiffe werden im Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock und Gedser verkehren. Anfang Dezember wird mit die "Berlin" zu Wasser gelassen. Die "Copenhagen" folgt wenige Wochen später. 2010 wurden zwischen Rostock und Gedser mehr als eine Million Passagiere, 300 000 Pkw und 90 000 Lkw transportiert.

Die Bauarbeiten am Pier 1 liegen nach Angaben der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), der Bauherrin, im Zeitplan. Die Gebäudestruktur der neuen Gangway-Anlage und die Betonsegmente des Kaivorbaus sind fertig, die Unterwasser-Arbeiten sind abgeschlossen. Die Anlegerkonstruktion ruht auf insgesamt 143 Rammrohren. Insgesamt fließen 22 Millionen Euro in den Bau des Fähranlegers, der vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit mehreren Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert wird. Nach Aussage von Hero-Geschäftsführer Ulrich Bauermeister werden weitere acht Millionen Euro aufgewendet, um ein neues Fährcenter zu errichten, die überdachte Abfertigungslinie zu verlegen und zusätzliche Verkehrsflächen zu schaffen. "Damit machen wir die Verkehrsabläufe auf und vor dem Terminal effizienter", sagt er. Die Umbaumaßnahmen in Rostock seien Bestandteil der von der Europäischen Union (EU) geförderten "Motorways of the Sea". 24,5 Millionen Euro steuert Brüssel für den notwendigen Aus- und Umbau der Infrastruktur auf beiden Seiten der "Meeresautobahn" Rostock-Gedser bei.

Bengt Pihl, Vorstandsvorsitzender von Scandlines, sieht die Verbindung Rostock-Gedser durch den aktuellen Hafenausbau und die neuen Scandlines-Fährschiffe aufgewertet. "Die Fährlinie spielt eine Schlüsselrolle bei der Verwirklichung eines effektiven logistischen Ostkorridors durch die Europäische Union und über ihre Grenzen hinaus."

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