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22. November 2017 | 21:40 Uhr

Neue Sorgen um Lehrpersonal

vom

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erstellt am 15.Feb.2013 | 06:27 Uhr

Karstädt / GroSS Warnow | Die Lehrersituation an der Grundschule Groß Warnow wird unterschiedlich eingeschätzt. Während Schulamt und Schulleiterin Ute Wonneberger davon sprechen, dass mit den gefundenen Lösungen der Unterricht abgesichert sei, befürchten Angeordnete neue Probleme. Zum Beispiel Wolfgang Franzki. "Die Schule wird mit erneutem Lehrermangel fallen", sagte er auf der Gemeindevertretersitzung in dieser Woche. Für ihn sei mit der zugesagten neuen Lehrkraft die Personalfrage längst nicht geklärt, klinge alles geschönt. "Man hat uns eine ausgebildete Kraft versprochen, uns aber wieder nur jemand geschickt, der sich in der Ausbildung befindet und die Schule zum Abschluss der Referendarzeit verlassen wird", bemängelte Franzki. "Auch geht zum Schuljahresende eine Lehrerin in den Ruhestand. Stehen wir dann wieder vor einem Personal dilemma?", fragte er.

Unter den Eltern gebe es Unmut und Verunsicherung. Fünf Eltern wollen ihre Kinder in Mecklenburg beschulen lassen, zwei hätten es bereits getan, weitere drei Kinder werden Groß Warnow nach Abschluss der 4. Klasse in Richtung Mecklenburg verlassen. "Wir müssen dem Schulamt und dem Land deutlich sagen, dass wir nicht bereit sind, diese Personalpolitik weiter mitzutragen", unterstrich Franzki. Alle Abgeordneten unterstützten die Forderung, zur Sitzung am 21. März einen Vertreter des Staatlichen Schulamtes einzuladen.

Eine Lehrerkonferenz und Elternversammlung soll sich bereits in der nächsten bzw. übernächsten Woche mit der aktuellen Situation befassen und Ausblick auf das zweite Schulhalbjahr geben. "Wir haben vom Schulamt eine Lehrkraft für Groß Warnow erhalten. Sie wird in der 4. Klasse eingesetzt, damit ist der Unterricht bis zum Schuljahresende abgesichert", informierte Ute Wonneberger, Rektorin der Grundschule Karstädt und zugleich Abgeordnete, die Gemeindevertretung.

Die Schulleiterin ist mit Beginn des 2. Schulhalbjahres auch für Groß Warnow zuständig. Zweimal in der Woche fährt sie selbst in die Einrichtung. Aufgrund permanenten Lehrermangels werden die 5. und 6. Klassen seit November in Karstädt unterrichtet, verblieben sind die Klassen eins bis vier, die jahrgangsübergreifend unterrichtet werden (wir berichteten). Für eine neue 1. Klasse sind zum Schuljahresbeginn 14 Mädchen und Jungen angemeldet. Ob alle eingeschult werden, bleibe abzuwarten, da vermutlich auch Anträge auf Zurückstellung zu erwarten sind.

"Wir wollen den Standort Groß Warnow erhalten und müssen aufpassen, dass die Schule nicht durch Fehler der Landespolitik kaputt gemacht wird", unterstrich Bürgermeister Udo Staeck mit Blick auf das Dauerproblem Lehrkräftemangel, der gerade an kleinen Schulen nicht kompensiert werden könne.

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