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17. August 2017 | 10:05 Uhr

Hintergründe : Neue Pläne für Familien-Bonus

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Weniger Arbeit und dazu ein staatlicher Bonus für Eltern? Hintergründe und Reaktionen auf den Vorschlag für ein neues Familiengeld von Rasmus Buchsteiner:

Wer soll Anspruch auf das Familiengeld haben?

Das Modell zielt auf Elternpaare, die beide berufstätig sind und sich gleichermaßen um Familie und Haushalt kümmern. Wenn sowohl Vater als auch Mutter zwischen 28 und 36 Wochenstunden arbeiten und damit 80 bis 90 Prozent der regulären Vollzeit,  soll das Familiengeld gezahlt werden. Es kann in Anspruch genommen werden, bis das Kind acht Jahre alt ist. Die maximale Bezugsdauer soll bei 24 Monaten liegen.

Um wie viel Geld geht es eigentlich?

Das Familiengeld soll 300 Euro monatlich betragen. Schwesig rechnet damit, dass rund 20 Prozent derer, die anspruchsberechtigt wären, es auch nutzen. Getrenntlebende, die sich die Kinderbetreuung teilen und zwischen 28 und 36 Stunden in der Woche arbeiten, erhalten jeweils 150 Euro, Alleinerziehende erhalten dagegen den vollen Betrag von 300 Euro.

Die neue Leistung soll auch parallel für mehrere Kinder gleichzeitig in Anspruch genommen werden können. Die Mehrkosten für den Bundesetat beziffert sie auf eine Milliarde Euro.

Was ist das Ziel des Familiengeldes?

Schwesig geht es darum, Väter dazu zu bringen, sich mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen und ihre Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren. „Ich möchte die Mütter ermutigen, trotz Zeit für die Kinder weiter berufstätig zu bleiben, so dass sie ihre eigene Existenz sichern können“, so die SPD-Politikerin. Nur so könnten Frauen auch höhere Rentenansprüche erreichen.

Wie stehen die Chancen für Schwesigs Vorhaben?

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Familiengeld noch vor der Bundestagswahl eingeführt wird, ist gering. Die ersten Reaktionen aus der Union fielen zurückhaltend bis ablehnend aus.

Hintergrund ist die Frage, ob der Staat bestimmte Familienmodelle fördern soll und darf. Der Streit darüber bestimmte bereits die Debatte über das Betreuungsgeld.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 19:32 Uhr

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