Flug MH370 : Neue Experten suchen die Boeing

Philippinische Künstler mit ihrem Beitrag zum „Rätselflug“
Philippinische Künstler mit ihrem Beitrag zum „Rätselflug“

Malaysier haben bei der Fahndung nach dem verschwundenen Flugzeug nichts vorzuweisen - Chinas Regierungschef Li macht Druck

svz.de von
17. März 2014, 20:18 Uhr

Zusätzliche Spezialisten sollen die Suche nach dem verschollenen Flug MH370 vorantreiben. Nach scharfer Kritik Chinas am bisherigen Ergebnis der Arbeit zog Malaysia die neuen Fachleute zu den Ermittlungen heran. Ein Fachmann aus China und drei Experten aus Frankreich sind zum Ermittlerteam dazugestoßen.

Gleichzeitig lief eine intensive neue Suche entlang der beiden Routen an, auf denen die Maschine mit 239 Menschen an Bord geflogen sein könnte. 26 Länder seien inzwischen an der Suche beteiligt. Neue Erkenntnisse über den Verbleib der Boeing 777-200 gab es nicht. Die Maschine verschwand am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar und ist seither spurlos verschwunden.

Die Ermittler glauben, dass jemand an Bord absichtlich die Kommunikationssysteme ausstellte und die Maschine vom Kurs abbrachte.

Sie könnte Richtung Nordwesten über Indien und Pakistan bis in die Region Kasachstan geflogen sein oder Richtung Südwesten über Indonesien, an Australien vorbei auf den Indischen Ozean. An der südlichen Flugroute übernahm Australien die Koordination der Suche.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang machte bei seinem malaysischen Amtskollegen Najib Razak persönlich Druck. Und Chinas staatliche Nachrichtenagentur meinte, Malaysia trage eindeutig Verantwortung. Aber auch Flugzeugbauer Boeing, Triebwerkshersteller Rolls Royce und die „Geheimdienst-Supermacht USA“ hätten „bessere Arbeit leisten sollen“. Dass neue Erkenntnisse mit „schmerzhafter“ Verspätung veröffentlicht worden seien, habe Gerüchte aufkommen lassen, was die Nerven der wartenden Familien strapaziere, beklagte die Agentur.

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