Neue Ausgabe des Spenden-Almanachs erschienen

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15. Dezember 2010, 10:19 Uhr

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) will mit seinem Spenden-Almanach 2010/11 die Interessierten über die 270 geprüften, aber auch die 350 nicht geprüften Organisationen informieren und Tipps geben. Das DZI-Spenden-Siegel wird auf freiwilligen Antrag jeweils für die Dauer eines Jahres zuerkannt. Laut DZI findet eine umfassende Prüfung statt.

Das DZI warnt vor einer Reihe von Organisationen, deren Bittbriefe „unangemessen gefühlsbetont und in hohem Maße bedrängend“ gestaltet seien und die Spender deshalb „in ihrer unabhängigen, sachbezogenen Entscheidung behindern“. Sie haben dem DZI nach dessen Angaben trotz mehrfacher Bitte nicht die Unterlagen zur Beurteilung (Satzung, Gemeinnützigkeitsbestätigung, Finanzbericht) übersandt.

Die Warnung des DZI betrifft die Organisationen „Children’s Network International Deutschland GmbH“ (Berlin), den „Gandhi Hunger Fonds“ (Berlin), „Medical Mission International“ (Mainz), „Mutter Teresa Kinderhilfswerk“ (Berlin), „St. Josefs Indianer Hilfswerk“ (Frankfurt am Main), „VFK Krebsforschung“ (Berlin), „World Children’s Fund Deutschland“ (Mainz) und „International Children’s Fund“ (Berlin).
Außerdem warnt das DZI vor Straßensammlungen des „Menschenrechtsvereins für Migranten“ (Aachen), der nach dem nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzbericht 2009 zum Umfeld des „Nationalen Widerstandsrats Iran“ gehöre. Die Spendensammler würden häufig stark emotionalisierende, weil grausame Bilder gefolterter und getöteter Menschen einsetzen. Bei Besuchen in der Wohnung würden gezielt hohe, zum Teil vierstellige Spendenbeträge erbeten. Die Warnung des DZI betrifft auch den Verein „Förderwerk für Kinder weltweit“ (Timmendorfer Strand), der sich besonders an Firmen wenden soll. In Beschwerden sei die Rede von Spendenwerbung mit falschen Angaben, die Organisation trete in hohem Maße bedrängend auf.

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