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18. Dezember 2017 | 14:01 Uhr

Neptun-Werft zieht Großauftrag an Land

vom

svz.de von
erstellt am 28.Mai.2010 | 08:47 Uhr

Rostock | Millionen-Coup für die Warnemünder Neptun-Werft: Die Schweizer Reederei Viking Cruises hat gestern die "Viking Prestige" in Auftrag gegeben, einen 135 Meter langen Flusskreuzer. "Die Übergabe an die Reederei ist für Juni 2011 geplant", sagt Neptun-Geschäftsführer Manfred Müller-Fahrenholz. Dazu haben die Warnemünder die Option auf zwei weitere Neubauten von Viking Cruises mit dem Ablieferungstermin Frühjahr 2012.

Die Konstrukteure der Warnemünder Werft legen die "Viking Prestige" für die europäischen Fahrtgebiete wie Rhein, Main oder Donau aus. Sie wird 1,6 Meter Tiefgang haben und mit 97 Außenkabinen insgesamt 188 Passagieren Platz bieten. "Der Kreuzer wird mit dem zukunftsweisenden Diesel-elektrischen Antrieb ausgestattet", sagt Viking-Vorstandschef Torstein Hagen. Das stelle das Maximum an heute möglicher umweltschonender Technologie dar. Für Neptun ist die " Prestige" bereits der insgesamt 16. Flussschifffneubau seit 2002. Die Werft gehört damit eigenen Angaben zufolge zu den Marktführern in diesem Segment.

Erst im Februar hatte die "Arosa Viva" der Rostocker Reederei Arosa das Warnemünder Dock verlassen. Für ihr Schwesterschiff, die "Arosa Aqua", erhielten die Eigner auf der Internationalen Tourismusbusbörse ITB in Berlin den Titel "Flussschiff des Jahres". Kurz darauf bestellten sie dann bei Neptun die "Arosa Brava" für den Rhein - als bereits neuntes Neubau-Geschäft zwischen beiden Firmen.

Mit den Schweizern von Viking steht dem Warnemünder Schiffbauunternehmen möglicherweise ein neuer Stammkunde ins Haus. Denn die Reederei, die jährlich mehr als 200 Millionen US-Dollar (162 Millionen Euro) Umsatz erzielt, expandiert kräftig. Die in Warnemünde in Auftrag gegebene "Viking Prestige" ist Teil eines Neubauprogramms, das die Reederei erst am Dienstag in Basel bekanntgab. Es umfasst weltweit acht Neubauten innerhalb der nächsten vier Jahre. Die Option auf zwei weitere Kreuzer, die mit der Neptun-Werft vereinbart wurde, geht über dieses Programm noch hinaus. "Wir werden so der anhaltend großen Nachfrage insbesondere aus den USA gerecht", sagt Viking-Vorstand Hagen.

Unterdessen treffen sich bei Neptun heute mehr als 300 Unternehmer. Bei dem so genannten Regionaltag geht es auch um Marktchancen für die maritime Zulieferindustrie.

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