zur Navigation springen
Neue Artikel

23. August 2017 | 19:30 Uhr

BUGa : Naturerlebnis mit Lady Agnes

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gestern wurde nun im Fliegerpark Stölln/Amt Rhinow die Neugestaltung des DDR-Passagierflugzeugs Lady Agnes in Gang gesetzt. Das Grau des Himmels tat der Freude an diesem Tag in Stölln keinen Abbruch.

Anlässlich der Bundesgartenschau im nächsten Jahr wird an allen fünf Standorten im Havelland gebaut. Gestern wurde nun im Fliegerpark Stölln/Amt Rhinow die Neugestaltung des DDR-Passagierflugzeugs Lady Agnes in Gang gesetzt. Das Grau des Himmels tat der Freude an diesem Tag in Stölln keinen Abbruch. Zusammengefunden haben sich Vertreter des Zweckverbandes der Bundesgartenschau 2015. Mit großer Zuversicht blicken sie auf das nächste Jahr. Vom 18. April bis zum 11. Oktober wird die Bundesgartenschau ins Havelland, unter anderem nach Stölln, kommen.

Erstmalig können Besucher eine ganze Region besichtigen, die den Ausstellern als Fläche dient. Angefangen vom südlichen Ausgangspunkt in Brandenburg an der Havel über die in der Mitte des Areals liegenden Orte Premnitz und Rathenow zum Fliegerpark nach Stölln bis in die nördliche Hansestadt Havelberg, beteiligen sich 2015 gleich zwei Bundesländer mit neun Ausstellungsbereichen an der Gartenschau. Der Erlebnisraum erstreckt sich über 80 Kilometer und eine Gesamtausstellungsfläche von 55 Hektar. Alle Standorte werden über Radwege und Buslinien miteinander verknüpft sein. In Brandenburg an der Havel und Havelberg sollen des weiteren Kirchen als Ausstellungsfläche dienen. Zu sehen sein werden saisonale Blumen, Rosen, Stauden, Rhododendren und Gehölze sowie Blumenzwiebeln.

Auch das Umfeld des Fliegerparks in Stölln wird gestaltet. „Das Flugumfeld wird zur BUGA gründlich aufpoliert. Damit machen wir den Standort Stölln und den Fliegerpark insgesamt für viele Jahre zukunftstauglich und für die Besucher attraktiv“, so Iris Hoffmann, Bürgermeisterin der Gemeinde. Rund um das DDR-Passagierflugzeug Lady Agnes werden derzeit 49 Betonplatten als Weg verlegt, die eine elliptische Grundform um das Flugzeug annehmen werden. Auf den Bodenplatten sind die Namen der ehemaligen Zielflughäfen der Lady Agnes eingraviert. Die Iljuschin 62 wurde 1989 von dem Piloten Heinz-Dieter Kallbach auf der 800 Meter langen Landepiste des Fliegerparks im Rahmen eines Rekords gelandet. Seitdem ist sie die Hauptattraktion der Gemeinde. In dem Flieger befindet sich heute ein Museum, in dem auch geheiratet werden kann. Betreut wird es von dem Otto-Lilienthal-Verein, der sich im Rahmen der Bundesgartenschau auch an der Gestaltung des Fliegerparks beteiligt. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht das Wirken Otto Lilienthals zu pflegen. Mit dem Fliegerpark erreichen sie jährlich rund 20 000 Besucher. Für 2015 erhofft sich der Vorsitzende Horst Schwenzer jedoch noch mehr Interessierte.

Zur weiteren Neugestaltung des Umfeldes gehören Erdarbeiten direkt am Flugzeug sowie an der Zufahrt der Lady Agnes. Zudem soll die Elektroanlage durch Leuchten und Strahler erneuert werden. Knapp 300 Quadratmeter des Fliegerparks sollen als Ausstellungsfläche genutzt werden. Unter dem Motto „Auf in die Exotik“ werden verschiedene Pflanzenkompositionen arrangiert, in denen sich das Thema Flugzeug widerspiegeln soll. Die Iljuschin steht diesbezüglich als Symbol für Reise und Fernweh. Ausgewählte Pflanzen zeichnen sich durch ungewöhnliche Blüten- und Blattformen aus und sollen so ein Bild von Exotik vermitteln. Bis Mitte des Jahres sollen die Bauarbeiten andauern.

Im Rahmen der Förderung des ländlichen Raumes (ELER)wird das Projekt durch 245 000 Euro des brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur finanziert. Die Gemeinde Gollenberg bringt zusätzlich 147 500 Euro aus Eigenmitteln auf. „Hier wird vor allem darauf geachtet, dass sich diese Investitionen auch nach der BUGA nachhaltig rentieren“, sagt Amanda Hasenfuzs, Sprecherin des Zweckverbandes der Bundesgartenschau 2015 Havelregion. Die touristische Erschließung der Region soll auch nach der Gartenschau aktiv weiter betrieben werden.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Jan.2014 | 12:38 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen