Nachvollziehbare Wut

svz.de von
18. März 2013, 07:25 Uhr

Die Bahnfahrer haben mal wieder das Nachsehen! Die aktuelle Tarifauseinandersetzung bei sorgt für Reise-Frust und Verspätungen im Berufsverkehr ausgerechnet bei bitterkaltem Winterwetter. Ohne die Muskelspiele der Eisenbahnergewerkschaft scheint es bei der Lohnfindung im Bahnkonzern leider nicht zu gehen - sehr zum Leidwesen der Reisenden.

Allerdings ist auch die Wut der Beschäftigten nachzuvollziehen. Die Bahn AG hat schließlich das wirtschaftlich beste Jahr der Unternehmensgeschichte hinter sich und konnte 2012, wenn nicht alles täuscht, wieder einmal einen Rekordgewinn von 1,5 Milliarden Euro einfahren.

Dass die Mitarbeiter, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben, ihren Beitrag angemessen gewürdigt sehen wollen, ist verständlich. Was die Konzernspitze der Belegschaft angeboten hat, bleibt jedoch deutlich hinter dem zurück, was sie den Lokführern und ihrer kampferprobten Gewerkschaft bereits per Tarifvertrag zugebilligt hat. Nicht zu vergessen: Die jetzt offerierten 2,4 Prozent würden angesichts der aktuellen Inflationsentwicklung ein kaum spürbares Lohnplus bedeuten.

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