Mysteriöser Absturz bei Gadebusch

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Rätselraten in Gadebusch: Schülerinnen des Gymasiums haben einen mysteriösen Absturz eines unbekannten Objektes am Horizont beobachtet. Sie vermuteten zunächst einen Wirbelsturm, als sich plötzlich eine hunderte Meter hohe Rauchsäule und ein Feuerschweif bildeten.

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11. Januar 2008, 06:29 Uhr

Gadebusch - Was fiel denn da vom Himmel: ein Komet, ein Spionagesatellit, Weltraumschrott oder gar ein UFO? Diese Frage stellen sich Schüler des Gadebuscher Gymnasiums. Mitten im Englisch-Unterricht entdeckten sie dieses Phänomen am Horizont: eine hunderte Meter hohe Rauchsäule und einen Feuerschweif. „Ich dachte zuerst an einen Wirbelsturm. Aber dann fing das an zu leuchten und der Streifen wurde immer heller“, sagt Virginia Vater. So wie die 16-jährige Schülerin holten mehrere Zehntklässler ihre Mobiltelefone hervor. Auch ihre Klassenkameradin Eileen Schallhorn (15): „Wir waren alle ziemlich aufgeregt. Die Lehrerin erlaubte uns, zum Fenster zu gehen und Bilder zu machen.“ Haben sie möglicherweise ein UFO über Nordwestmecklenburg fotografiert? „Nein!“, wehren Eileen und Virginia vehement ab. Sie wollen sich nicht lächerlich machen. Ihre Vermutung: Weltraumschrott könnte in die Atmosphäre eingetreten und verglüht sein.“

Der Deutsche Wetterdienst Potsdam schließt aus, dass möglicherweise eine Wettersonde in Brand geraten und abgestürzt ist. „Wir vermissen keine Wettersonde. Ein Absturz würde außerdem solch eine Erscheinung nicht hervorrufen“, sagt Dietmar Hartwig vom Deutschen Wetterdienst Potsdam gegenüber unserer Redaktion.

Was war es dann am Horizont, ein Flugzeugunglück? Klaus Wiechmann von der Polizeidirektion Schwerin: „Wir haben gegenwärtig keinen Hinweis darauf, dass es zu einem Flugunfall gekommen sein könnte.“ Auch der Rettungsleitstelle Westmecklenburg ist kein Zwischenfall bekannt. Ebenso tappen Mitglieder der Sternwarte Lübeck im Dunkeln. „Wenn es etwas Sensationelles gegeben hätte, wäre diese Meldung mit Sicherheit bei uns aufgelaufen. Allerdings war zu dem Zeitpunkt der Himmel über der Region Lübeck bedeckt“, sagte am Abend Felicitas Rose. Sie ist Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises Sternfreunde Lübeck.

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