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MV will künftig mit vier "Urlaubswelten" Gäste locken

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erstellt am 28.Feb.2012 | 09:22 Uhr

Schwerin | Das Tourismusland MV richtet seine Marketing-Strategie neu aus: Statt auf rund 20 Einzelthemen will der Tourismusverband des Landes künftig auf vier "Urlaubswelten" setzen, kündigte gestern Präsident Jürgen Seidel an. Dabei handele es sich um die Komplexe "Familie und Kinder", "Aktiv und Natur", "Genuss und Kultur" und "Life-Style und Trend". Die Grundlagen seien geschaffen, nun gehe es darum das Profil zu schärfen, erläuterte Verbands-Geschäftsführer Bernd Fischer. Die neue Strategie werde schon bei der in der kommenden Woche startenden Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin umgesetzt.

Auf der fünftägigen Tourismusmesse würden sich 53 Aussteller aus dem Nordosten präsentieren, darunter Tourismusregionen, Städte, Hotelgruppen und Kulturveranstalter. Auch für 2012 geplante Neueröffnungen wie die Naturerlebniswelt Darwineum in Rostock, das Phantechnikum in Wismar und das Sole-Kurzentrum in Waren sollen dem Fachpublikum in Berlin vorgestellt werden. Insgesamt werden zur ITB rund 11 000 Aussteller aus fast 190 Ländern erwartet.

Mecklenburg-Vorpommern werde sich auf der ITB auch als "Fußballbühne" präsentieren, so Seidel. Bekanntlich will das ZDF von Heringsdorf auf Usedom aus im Juni die Europameisterschaftsspiele übertragen. Deshalb sei auch die zentrale Abendveranstaltung des Landes auf der ITB mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) diesem Thema gewidmet. Erwartet werde dazu Hansa Rostocks Manager, Stefan Beinlich. Seidels kleiner Seitenhieb auf den schlagzeilenträchtigen Verein: "Leider konnten wir nicht die ganze Mannschaft einladen, weil wir gegenwärtig nicht wissen, wie das ankommt."

Nach Meinung Seidels nimmt die ITB für touristische Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns eine zentrale Rolle ein. In Berlin würden Verhandlungen geführt, Verträge und Kooperationen geschlossen. Die Inlandsmärkte seien weiterhin die wichtigsten Herkunftsgebiete der Feriengäste im Nordosten. Vor allem aber im Süden und Südwesten Deutschlands gebe es noch großes Potenzial. "Für immer mehr Menschen dort ist die Ostseeküste eine Alternative zu Italien", sagte der Verbandspräsident.

Zuvor hatten Seidel und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) Optimismus für das Tourismusjahr 2012 verbreitet. Einer Umfrage des Tourismusverbandes zufolge erwarten 80 Prozent der Unternehmen gute Geschäfte. Glawe rechnet für 2012 mit einer Steigerung der Übernachtungszahlen auf 28 Millionen. 2011 waren es 27,6 Millionen und damit etwas weniger als in den beiden Jahren davor. MV bemühe sich auch verstärkt um Gäste aus Länder wie die Niederlande, Österreich oder Luxemburg. Das Interesse ausländischer Touristen war 2011 wieder zurückgegangen. Die Zahl der Gästeankünfte sank gegenüber 2010 um 1,5, die der Übernachtungen gar um 5,8 Prozent.

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