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24. November 2017 | 21:38 Uhr

Mit grandioser Moral zum Erfolg

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2011 | 05:36 Uhr

Schwerin | Was sich am Samstagabend in der Arena am Lambrechtsgrund abspielte, war an Spannung nun wirklich nicht zu überbieten. Nach riesigem Kampf und mit einer grandiosen Moral bezwangen die Volleyballerinnen des Schweriner SC vor 1458 restlos begeisterten Zuschauern den deutschen Meister Rote Raben Vilsbiburg mit 3:2 (-21, 14, -22, 22, 14). Denn die SSC-Damen brachten das Kunststück fertigt, beim 12:14 im Tiebreak die nächsten vier Punkte für sich zu verbuchen - 16:14! Der Jubel unter den Anhängern und bei der Mannschaft war grenzenlos.

"Es war ein Spiel mit vielen Emotionen. Beide Mannschaften haben hervorragend gekämpft. Unsere Moral war heute unsere Stärke", sagte ein sichtlich bewegter SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Der Norweger ließ es sich natürlich nicht nehmen, sich für die riesige Unterstützung zu bedanken: "Dankeschön an die Zuschauer. Die Stimmung war einfach unglaublich."

Die war zu Beginn der Partie noch längst nicht so wie im Verlauf des Spiels. Denn die SSC-Damen erwischten einen desolaten Start. Schlechte Annahme, kein Block, ungenaue Angriffe und so lagen die Roten Raben mit 13:5 vorn. Doch die Gastgeberinnen kamen so langsam in den Spielrhythmus - allen voran Diagonalspielerin Patricia Thormann und Außenangreiferin Mira Topic. Die Kroatin, mit 33 Punkten die überragende SSC-Akteurin, bekam der Gast nie in den Griff. Genauso auf der anderen Seite war Diagonalspielerin Natalia Korobkova von den Schwerinerinnen nicht zu stoppen.

Nach verlorenem ersten Satz steigerte sich der SSC enorm. Mehr Druck mit den Aufschlägen, stabilere Annahme, präzise Angriffe und eine bessere Block-Feldabwehr brachten die Aleksandersen-Schützlinge schnell über 8:3, 20:11 zum 25:14-Satzgewinn.

Danach wurde es ein offener Schlagabtausch. Erst nach dem 16:16 hatten die Raben die besseren Karten und gingen nach vier Punkten in Folge mit 20:16 in Führung. Schwerin wehrte sich nach besten Kräften, doch kleine Fehler sollten die Aufholjagd (21:22) nicht mehr belohnen.

Zu Beginn des vierten Abschnitts bestimmten wieder die Mecklenburgerinnen das Geschehen - 7:4. Doch sicher wurden sie dadurch. Es häuften sich die Fehler, die Vilsbiburg eiskalt ausnutzte und über 13:9 und 19:15 in Führung ging. "Wir bringen uns immer wieder selbst in Schwierigkeiten, spielen nicht konstant genug", so Tore Aleksandersen. Doch erneut zeigten die SSC-Damen eine grandiose Moral. Sie schlugen clever den Block an und machten selbst Block-Punkte. "Endlich habe ich mal zugepackt. In Potsdam gelang mir überhaupt nichts. Das hat mich zwei Tage richtig geärgert", so Nadja Schaus. Nachdem Patricia Thormann den Raben-Block angeschlagen hatte, stands 21:21. Die Halle tobte, keinen hielt es mehr auf den Sitzen. Mit einem guten Aufschlag holte Mira Topic den ersten Satzball, den Vilsbiburg mit einem technischen Fehler für Schwerin verwandelte.

Und dann sollte das kommen, was viele vermutet hatten - der Tiebreak. "Schwerin und Vilsbiburg sind zwei Topteams der Liga. Es war klar, dass es ein enges Spiel wird", so Raben-Coach Guillermo Gallardo. Bis zum 12:12 blieb es eng. Da setzte SSC-Zuspielerin Denise Hanke den Aufschlag ins Netz. Sarah Petrausch überlistete den SSC-Block mit einem schönen Heber. Das wars wohl - denkste. Mira Topic wehrte den ersten Matchball mit eienm Kracher-Angriff ab. Korobkova setzte den zweiten ins Netz. Nadja Schaus und Vendula Adlerova machten den frenetisch gefeierten Sieg perfekt.

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