zur Navigation springen
Neue Artikel

18. Dezember 2017 | 06:04 Uhr

Mit dem perfekten Gedeck punkten

vom

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 05:13 Uhr

Das Tafelsilber liegt ordentlich nebeneinander gereiht, in den blank polierten Gläsern spiegelt sich das Kerzenlicht und eine dezente Deko rundet das stimmungsvolle Bild ab. Wer in einem hochwertigen Restaurant isst, kann sich meist an einem perfekt eingedeckten Tisch erfreuen. Doch auch wer Gäste zum Dinner nach Hause einlädt, sollte nicht auf das richtige Gedeck und eine stilvolle Dekoration verzichten. Denn bekanntlich isst das Auge mit! Hier die wichtigsten Regeln für ein perfektes Tischarrangement:

Der Mittelpunkt eines jeden Essens ist die Tafel selbst. Deshalb ist zu empfehlen, dass der Gastgeber zuerst dafür sorgt, dass ein Esstisch gut und sicher steht. Wackelt ein Tisch, kann man mit kleinen Korkscheiben unter den Beinen für mehr Standfestigkeit sorgen. Oder auch ungleich lange Tischbeine ausgleichen. Außerdem sollte man den Gästen ausreichend Raum sowohl zur Wand als auch zu ihren Sitznachbarn einräumen. Pro Platz werden zwischen 60 bis 80 Zentimeter benötigt, um ungestört essen zu können.

Eine weiße Tischdecke verleiht jeder Tafel ein stilvolles Ambiente. Unterlagen aus aufgerauter Baumwolle - sogenannte Moltons - sorgen dafür, dass ein Tischtuch nicht verrutscht. Platzteller sind kein Muss, aber sie sehen nicht nur schön aus, sondern helfen auch, die Tischdecke vor Verunreinigungen zu schützen. Der Knigge weist darauf hin, dass sie lediglich als Platzhalter dienen. In keinem Fall dürfe von diesen Tellern gegessen werden.

Sind Esstisch und Tischdecke arrangiert, kommt das Wesentliche: das Eindecken von Besteck und Gläsern. Hierfür gilt zunächst eine einfache Regel: "Die Geräte, die mit der rechten Hand benutzt werden, liegen rechts vom Teller und die für die linke Hand links davon und zwar so, dass die zuerst benötigten Bestecke jeweils ganz außen zu liegen kommen", informiert der Knigge. Die Gläser werden oberhalb der Messer, also auf der rechten Seite, eingedeckt. Auch hier beginnt man mit den Gläsern, die zuerst benutzt werden. Bei einer typischen Reihenfolge steht zuerst ein Wasserglas, gefolgt von einem Glas für Weißwein, danach ein Rotweinglas und abschließend etwas zum Dessert (z.B. für Dessertwein, Sekt etc.).

Es kann zwischen verschiedenen Gedecken gewählt werden. Dabei kommt es jeweils darauf an, wie umfassend ein Menü ist und welche Speisen es gibt (z.B. Suppe oder Salat, Fisch oder Fleisch). Bei einem Essen mit vielen Gerichten, sollte man, um den Tisch nicht zu überfrachten, besser bei jedem Gang neu auflegen. Für ein Drei-Gang-Menü mit Suppe, Hauptspeise und Dessert, wird das einfache Gedeck verwendet, das schon vor Eintreffen der Gäste aufgelegt werden kann.

Zu einem einfachen Menügedeck gehört ein Suppenlöffel, der ganz rechts außen gedeckt wird. Danach folgt das Besteck für den Hauptgang. Dieses besteht aus einer Gabel (wird links platziert) und - je nach Gericht - einem Fleisch- oder Fischmesser (rechts). Dessertlöffel und -gabel können an den oberen Rand des Platztellers gelegt werden. Auch die Serviette gehört zum Gedeck. Sie kann hübsch gefaltet werden und wird auf dem Teller platziert. Weitere Elemente sind ein Brotteller, ein Brotmesser und eine Messerbank zur Ablage vom benutzten Besteck. Diese müssen aber nicht zwingend auf dem Tisch stehen, sondern nur, wenn sie vorhanden sind.

Laut Knigge gehört zum perfekten Gedeck auch die Deko. Generell sollte man darauf achten, dass Teller, Gläser und Besteck einheitlich sind und zueinander passen. Auch Dekoelemente wie Blumen, Kerzen und Ähnliches werden am besten farblich abgestimmt, damit der Tisch "wie aus einem Guss" aussieht. Für die Deko gilt, wie so meist, weniger ist mehr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen