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19. November 2017 | 02:24 Uhr

Mieten, Nebenkosten, Mieterhöhungen

vom

svz.de von
erstellt am 08.Aug.2012 | 10:54 Uhr

Wie haben sich die Mieten in den letzten Jahren entwickelt?

Wohnen ist in den letzten Jahren deutlich teurer geworden. Seit 1995 stiegen die Kaltmieten durchschnittlich um 23,5 Prozent. In Bayern, Baden-Württemberg und Berlin mussten die Mieter allein in den letzten sechs Jahren bis zu 10,5 Prozent mehr für Wohnraum bezahlen, in Mecklenburg-Vorpommern 3,1. Die durchschnittliche Bruttokaltmiete je Wohneinheit betrug 2010 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 440,59 Euro. Rund 43 Prozent der Haushalte in Westdeutschland zahlen keine Miete, sondern nutzen eigenen Wohnraum. In Ostdeutschland liegt die Quote bei knapp 32 Prozent.


Wie stark sind die Nebenkosten gestiegen?

Der Strompreis ist seit 1991 um 80 Prozent gestiegen, die Gaspreise haben sich verdoppelt, so das Statistische Bundesamt. Laut Heizspiegel 2012 des Deutschen Mieterbundes lagen die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit Ölheizung 2011 bei durchschnittlich 890 Euro. Das waren 40 Euro mehr als 2010 (plus 4,7 Prozent). Trotz jahrelangem Anstieg beim Gaspreis: Mieter mit Erdgasheizungen profitierten zuletzt, zahlten im Jahr 2011 im Schnitt 715 Euro fürs Heizen - 90 Euro weniger als im Vorjahr (minus 11,2 Prozent).

Gibt es ein Limit für Mieterhöhungen?

Nur für bereits bestehende Mietverträge gilt eine gesetzliche Obergrenze. Es darf nicht mehr als die ortsübliche Miete gezahlt werden. Diese richtet sich nach der Durchschnittsmiete der letzten vier Jahre für vergleichbaren Wohnraum. In Großstädten ist es gängige Praxis, dass nach Mieterwechseln bis zu 30 Prozent mehr verlangt wird. SPD, Grüne und Linkspartei wollen dieser Entwicklung mit einer gesetzlichen Regelung entgegenwirken.


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