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Interview mit dem Bürgermeister : Miet-Wohnraum für die eigenen Leute fehlt

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Bürgermeister Joachim Hünecke im Gespräch

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 14:30 Uhr

Sanitz ist mit seinen 17 Orten und rund 6000 Einwohnern eine recht große Gemeinde. Wie ist sie geprägt?

1990 wurden diesbezüglich sechs  Standbeine festgelegt, anhand derer sich Sanitz  seitdem entwickelt:  Wohnort,  Bundeswehr-, Handels- und Gewerbe-,  Schul- sowie Forschungsstandort plus eine bedarfsgerechte Infrastruktur. Zudem hatten wir den Vorteil, dass wir auf einer guten Basis aufbauen konnten, denn Sanitz war früher schon so eine Art Vorzeigeort mit der Eisenbahn und der Verkehrserschließung. Und das ist auch ein großer Vorteil der Gemeinde: die zentrale Lage  und die Nähe zu Rostock.

Wie hat sich die Gemeinde denn seit den 90er-Jahren entwickelt?

Zwar gab es zu dieser  Zeit eine gewisse Infrastruktur, die entsprach aber nicht mehr den Ansprüchen der neuen Zeit. Und so haben wir sehr viel Geld ausgegeben, um diesen Standard  gleichberechtigt in allen Dörfern  herzustellen. Dabei  haben wir uns auf unsere Stärken konzentriert. Und  wir haben – und das tun wir auch weiterhin – alles Notwendige getan zur  Entwicklung  des gesamten öffentlichen Lebens. Heute zeigt sich, dass die Entscheidungen damals richtig waren. In der Gemeinde findet man alles, was man braucht.

Wie sieht es bei den Einwohnern aus?

Nach 1990 hatten wir mit einem leichten Rückgang zu kämpfen, zum Beispiel in den kleinen Dörfern, der aber stabilisiert werden konnte durch neue Wohngebiete. Seit 1990 haben wir acht Gebiete ausgewiesen.  Jetzt geht es dahin, dass  mehr junge Menschen hier leben. Und durch Angebote wie altersgerechtes Wohnen haben wir  zudem Möglichkeiten geschaffen, dass viele ältere Menschen hier wohnen bleiben können. Und dieser Mix von Jung und Alt, das passt gut zusammen.

Wie soll es weitergehen?

In den nächsten Jahren wird es weiteren Zuzug geben. Wir haben drei weitere Wohngebiete in der Planung. Und wenn wir sagen, wir wollen uns in bei der Einwohnerzahl weiterentwickeln, müssen wir auch die passende Infrastruktur schaffen. Dazu gehören unter anderem die Kindertagesstätten und die Schulen sowie der gesamte Freizeit- und Sportbereich. 

Was ist diesbezüglich denn geplant?

In der nächsten Zeit werden wir rund 7,5 Millionen Euro investieren, vor allem in die Schulen und die Grundsanierung einer Kita. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren aber über 19 Millionen Euro in die Gemeinde investiert werden, zum Beispiel in den Straßenbau, die Sanierung des Trainingsplatzes oder  die Feuerwehr.

Gibt es denn überhaupt noch etwas, was fehlt?

Was fehlt, ist der Breitbandausbau. Das ist vor allem für  Vermieter und Firmen ein Thema. Aber wir hoffen, dass das in absehbarer Zeit umgesetzt wird.

Und gibt es noch Wünsche?

Also wenn man uns lassen würde, würden wir gern ein neues Polizeirevier bauen.

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