Microsoft-Yahoo-Allianz droht intensive Prüfung

Microsoft und Yahoo arbeiten in Zukunft bei der Online-Suche zusammen.
Microsoft und Yahoo arbeiten in Zukunft bei der Online-Suche zusammen.

Das Bündnis ist besiegelt, aber erst müssen Wettbewerbshüter der Allianz zwischen Microsoft und Yahoo bei der Internet-Suche noch zustimmen. US-Politiker kündigten bereits eine sorgfältige Untersuchung an.

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31. Juli 2009, 11:22 Uhr

New York (dpa) - Am Dienstag vereinbarten Microsoft und Yahoo eine Zusammenarbeit im Suchmaschinenmarkt. Den US-Konzernen drohen bei ihrem angekündigten Bündnis allerdings intensive Prüfungen der Wettbewerbshüter. In den USA kündigte der Vorsitzende des Senats-Ausschusses für Wettbewerbsfragen, Herb Kohl, laut US-Medien eine «sorgfältige Untersuchung» an.

Auch Verbraucherschützer in Europa und den Vereinigten Staaten haben bereits vor weniger Wettbewerb gewarnt. Yahoo will statt seiner eigenen Technologie künftig Microsofts neue Suchmaschine Bing nutzen. Mit ihrer Kooperation verbünden sich Microsoft und Yahoo gegen den Rivalen Google. Der Suchmaschinen-Gigant dominiert den lukrativen Markt für Werbung rund um die Web-Suche.

Unternehmen erwarten Zustimmung bis Anfang 2010

Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte zur Bekanntgabe der Kooperation bereits eingeräumt, dass er von Wettbewerbern Widerspruch gegen die Allianz erwartet. Mit den EU-Wettbewerbshütern liegt der Konzern zudem ohnehin seit Jahren wegen seiner Marktmacht besonders bei PC-Betriebssystemen (Windows) und Web-Browsern (Internet Explorer) im Streit.

Yahoo und Microsoft hoffen auf eine Zustimmung der US-Behörden bis Anfang 2010. Um grünes Licht zu bekommen, hatten sie ausdrücklich betont, auf vielen Geschäftsfeldern weiter intensiv zu konkurrieren.

Google kommt bei der Online-Suche weltweit nach verschiedenen Expertenschätzungen auf einen Marktanteil von bis zu etwa 80 Prozent. Yahoo! und Microsoft bringen es auch zusammen lediglich auf rund 15 Prozent. In den USA ist das neue Bündnis dagegen etwa doppelt so stark.

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