Mercedes-Studie: Bremsairbag und neue Knautschzone

Vollgestopft mit Sicherheitstechnik: Das «Experimental-Sicherheitsfahrzeug» auf Basis der S-Klasse verfügt über mehr als ein Dutzend Innovationen. (Bild: Daimler/dpa/tmn)
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Vollgestopft mit Sicherheitstechnik: Das «Experimental-Sicherheitsfahrzeug» auf Basis der S-Klasse verfügt über mehr als ein Dutzend Innovationen. (Bild: Daimler/dpa/tmn)

Wie Autos in Zukunft noch sicherer werden können, zeigt Mercedes mit einem Experimental-Sicherheitsfahrzeug. Die Studie auf Basis der S-Klasse verfügt nach Angaben des Herstellers in Stuttgart über mehr als ein Dutzend Innovationen. Dazu zählen etwaein Bremsairbag und eine neue Knautschzone.

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10. Juni 2009, 11:36 Uhr

Stuttgart (dpa/tmn) - Mercedes Knautschzone der Zukunft besteht aus leichten und platzsparenden Crash-Strukturen, deren Bleche vor einem Aufprall wie ein Airbag zu stabilen Profilen entfaltet werden, sowie ein Bremskissen, das unter dem Wagenboden herausschnellt.

Durch ein Reibprofil und den Druck der Karosserie leistet das Kissen nach Angaben der Forscher einen großen Beitrag zum Abbau der Aufprallgeschwindigkeit: Bei Tempo 50 sei die Wirkung so groß wie die von 18 Zentimetern mehr Vorbau.

Airbags in den Sitzlehnen und Gurten

Während diese Technologien noch weit von der Serienreife entfernt sind, sei aber schon in naher Zukunft eine Erweiterung der sogenannten Pre-Safe-Bremse möglich. Nachdem sie bislang nur bei Frontalunfällen eine Vollbremsung einleitet, schauten die Sensoren künftig auch nach hinten und zur Seite. So könne ein unkontrolliertes Herumschleudern des Fahrzeugs vermieden werden.

Ebenfalls recht weit vorangekommen sind die Entwickler mit einer Reihe neuer Airbag-Konstruktionen: Spezielle Luftkissen in den Sitzlehnen können die Passagiere den Angaben zufolge bei einem Seiten-Crash zur Fahrzeugmitte schieben und damit weiter aus der Gefahrenzone bringen. Zudem arbeiten die Forscher an Airbags in den Gurten sowie zwischen den Fahrgästen, die Verletzungen durch deren Zusammenprall verhindern sollen.

Damit es erst gar nicht zum Unfall kommt, rückt die sogenannte Car-to-Car-Kommunikation in den Vordergrund: Über Datennetze sollen Autos Informationen austauschen und so den nachfolgenden Verkehr vor Gefahren warnen. Darüber hinaus experimentieren die Entwickler zum Schutz vor Nachtunfällen mit Reflektoren, wie man sie bereits vom Lkw kennt, und einem weiterentwickelten Scheinwerfersystem. Es soll sich nicht nur dem Wetter und dem Verkehr anpassen, sondern auch den Fahrer mit einem integrierten Punktstrahler gezielt auf Risiken wie Fußgänger aufmerksam machen.

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