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15. Dezember 2017 | 03:49 Uhr

Chronik : Melodien und Meilensteine

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der seit 1956 ausgetragene Wettbewerb im Wandel der Zeit

1956: Die Schweizerin Lys Assia gewinnt in Lugano mit dem Titel „Refrain“ den ersten Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne.

1957: Der zweite, in Frankfurt am Main ausgetragene Wettbewerb geht als kürzester in die Geschichte des Grand Prix ein. Er dauert 69 Minuten.

1961: Erstmals findet der Wettbewerb an einem Sonnabendabend statt. Lale Andersen tritt in Cannes im Alter von 56 Jahren für die Bundesrepublik an. Sie bleibt bis zum heutigen Tag die älteste Interpretin, die bei einem Grand Prix ihr Glück versucht hat.

1968: Premiere in der Londoner Royal Albert Hall; zum ersten Mal wird der Eurovision Song Contest in Farbe übertragen.

1969: In Madrid werden gleich vier Nationen zu Siegern erklärt. Die Folge: Finnland, Schweden, Dänemark, Österreich und Portugal boykottieren den Grand Prix 1970, der in Amsterdam stattfindet.

1971: Die European Broadcasting Union hebt die alleinige Startberechtigung für Solointerpreten auf. Auch Gruppen dürfen fortan auf Punktejagd gehen.

1976: Die Band Brotherhood of Man feiert den deutlichsten Sieg in der Geschichte des Grand Prix. Für „Save Your Kisses For Me“ erhält die Formation aus London 80,4 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl.

1988: Die Sexualisierung des Wettbewerbs nimmt ihren Lauf. Der Schwede Lasse Holm ist der erste Künstler, der mit freiem Oberkörper auftritt.

1989: Nathalie Pâque, zum Zeitpunkt des Grand Prix in Lausanne elf Jahre alt, bleibt bis zum heutigen Tag die jüngste Teilnehmerin des Wettbewerbs. Die EBU reagiert und führt das Mindestalter von 16 Jahren für Interpreten ein.

1991: In Rom kommt es zur knappsten Entscheidung der Grand-Prix-Geschichte. Die Schwedin Carola und die Französin Amina liegen am Ende des Wettbewerbs punktgleich an der Spitze des Teilnehmerfeldes. Carola wird zur Siegerin erklärt. Begründung der Jury: Die Schwedin hat häufiger als Amina die zweithöchste Wertung „Dix points“ erhalten.

1992: Der Grand Prix Eurovison de la Chanson wird in Eurovision Song Contest umbenannt. Umgangssprachlich hält sich die Bezeichnung „Grand Prix“.

1996: Mit Eimear Quinns Titel „The Voice“ holt Irland den insgesamt siebten Sieg beim Eurovision Song Contest – Rekord. Deutschland nimmt zum ersten und einzigen Mal nicht an der Endrunde teil.

1997: Televoting ersetzt das Urteil der nationalen Fachjurys.

1998: Das Studio-Orchester und die Dirigenten werden abgeschafft. Mit Dana International aus Israel gewinnt erstmals ein Transsexueller den Wettbewerb.

2008: Der 75-jährige Ladislav Demeterfly tritt unter dem Künstlernamen 75 Cents für Kroatien an. Er ist bis zum heutigen Tag der älteste Interpret, der jemals am ESC teilgenommen hat. 


 

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