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21. November 2017 | 11:30 Uhr

Mehr Geld, mehr Pfleger

vom

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2012 | 06:59 Uhr

Die gute Nachricht ist, dass sich die Zustände in Deutschlands Pflegeheimen gebessert haben. Die schlechte: Von einem zufriedenstellenden Zustand sind sie noch weit entfernt. Mit Benotungen für Pflegeheime, dem Pflege-Tüv und aufwändigen Kontrollen sind Anreize geschaffen worden, die Situation zu verbessern. Und sie hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Bei der Vorbeugung des Wundliegens, bei der Ernährung oder der Versorgung mit Flüssigkeit sind Defizite beseitigt worden.

Doch die Patienten satt und sauber zu halten, ist das schon menschenwürdige Pflege? Nein. Es ist nicht mehr als eine Vorbedingung für eine Pflege, die ihren Namen verdient. Wenn Menschen angegurtet werden oder mit Psychopharmaka ruhiggestellt, so hat dies zwar teils medizinische Gründe. Doch die Zahlen könnten deutlich niedriger sein, solche Maßnahmen seltener durchgeführt werden, wenn für die Betroffenen mehr Pflegepersonal zur Verfügung stünde, das erstens qualifiziert ist und sich zweitens die notwendige Zeit nehmen kann.

Doch Zeit ist Luxus auf den Pflegestationen, und an Fachkräften mangelt es. So wird eine bessere finanzielle Ausstattung der Pflegeversicherung zu einem Muss. Menschenwürdige Pflege ist nicht nur für Betroffene und ihre Angehörigen ein Thema. Immer mehr werden sie irgendwann benötigen.

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