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17. Dezember 2017 | 01:28 Uhr

Universität : Mehr Geld für hiesige Hochschulen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Universität und HMT profitieren von Zielvereinbarungen mit dem Land / Steigende Honorare und zusätzlicher Studiengang

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Die Hochschulen der Hansestadt Rostock blicken positiv auf das kommende Sommersemester. Schließlich gibt es dank der Zielvereinbarungen, die sie mit dem Land geschlossen haben, bis 2020 mehr Geld. Dass in den nächsten Jahren höhere Summen zur Verfügung stehen, liegt an der Übernahme der Studienunterstützung BAföG durch den Bund, wodurch die entsprechenden Mittel im Landeshaushalt frei wurden.

Für die Hochschulen des Landes wurde in den Zielvereinbarungen eine Erstattung der Personalkosten in Höhe von 97 Prozent geregelt. An der Rostocker Universität lag die Quote der personellen Ausfinanzierung in der Vergangenheit bei unter 95 Prozent. Durch die Neuregelung sei die bisherige verpflichtende Vakanzhaltung von zirka 50 Stellen nun nicht mehr notwendig. „Es wäre ungewöhnlich, wenn wir nicht noch offene Finanzierungswünsche hätten“, sagt der Rostocker Universitäts-Rektor Professor Wolfgang Schareck. Zwischenzeitlich neu entstehende Bedarfe könnten ihm zufolge aber durch Teilzielvereinbarungen geklärt werden.

Ebenfalls zufrieden ist man bei der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT). Insgesamt liegt der Ausfinanzierungsgrad der Stellen an der HMT bei 100 Prozent und damit über dem anderer Hoch- und Fachhochschulen des Landes. Aufgrund der Besonderheiten der HMT, so Kanzler Frank Ivemeyer, sei es anerkannt, dass der Stellenplan, an dem sich die Finanzierung und der Ausfinanzierungsgrad bemisst, so klein ist, dass er vollständig ausfinanziert werden muss. Erfreulich sei auch, so die Rektorin Dr. Susanne Winnacker, dass ab dem Sommersemester die Honorare der Lehrbeauftragten erhöht werden können.

„Es war der deutliche Wunsch der Rektorin in den Verhandlungen, die Vergütung auf im Schnitt 40 Euro pro Stunde zu erhöhen“, sagt Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD). Er habe dem unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass die Hochschule so wirtschaftet, dass sie sich diese Honorare langfristig leisten kann. Und das hätte die Rektorin mit einem Zehn-Jahres-Finanzplan bewiesen.

Durch die Einrichtung von vier zusätzlichen Professuren, die dank der Zielvereinbarungen entstehen und die Arbeit freier Lehrbeauftragter übernehmen, würden im Honorartopf der HMT Gelder frei, die für eine Erhöhung der Entlohnung verwendet werden können. Ein Fakt, der die Anwerbung von Lehrkräften für die renommierte Rostocker Hochschule weiter erleichtern dürfte.

Die Vereinbarungen im Überblick

•  Für die Universität Rostock  wurden folgende Schwerpunkte vereinbart:  Einrichtung einer weiteren Professur für Grundschulpädagogik, Verdopplung der  dauerhaften Studienanfängerkapazitäten auch nach  Auslaufen des Hochschulpaktes;   frühzeitige Wiederbesetzung und Erhalt einer  Professur im Bereich Energieforschung (Elektrotechnik);  Einrichtung eines Studiegangs für Ur- und Frühgeschichte

•  Für die Hochschule für Musik und Theater (HMT) Rostock wurde vereinbart:  Einrichtung von vier zusätzlichen Professuren,    Mittel für eine Theater- und Orchesterakademie in Höhe von jährlich bis zu 150 000 Euro 

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