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Drei Fragen an die Bürgermeisterin : Mehr Basisarbeit bitte

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kriemhild Kant: Politiker sollten den Leuten mehr zuhören

Was zeichnet Ihre Gemeinde aus?

Unsere soziale Infrastruktur. Wir machen jeder Generation ein Angebot. Vom Zwergensport im Sportverein bis hin zum Plattsnackerabend oder Dominospieltag für die Senioren. Und was auch wirklich richtig gut läuft, ist das Miteinander in der Gemeinde. Oft reicht ein kurzer Anruf und schon ist jemand aus dem Dorf da und fasst mit an. Unsere Philosophie: „Aus wenig viel machen“ ist aufgegangen. Die Gemeinde bezahlt z.B. keine freiwilligen Aufgaben - das wird alles über die Vereine finanziert. Ob über Förderanträge, mit Spendeneinnahmen oder mit Erlösen aus den vielen eigenen Veranstaltungen.

Was sollte man in Ihrer Gemeinde unbedingt gesehen haben?

Unser Kulturzentrum und sein ganzes Umfeld. Das ist für eine so kleine Gemeinde wie unsere einmalig. Ob Kita, Schule, Begegnungsstätte, Sportplatz oder unser Kultur- und Kommunikationszentrum - wir haben alles auf engstem Raum. Ab und zu kommen Radfahrer durchs Dorf, die den Spielplatz ansteuern und dann hier staunend viel länger verweilen als sie es eigentlich vorhatten.

Was wünschen Sie sich von Land und Landkreis?

Wünsche gibt es viele. Die Frage ist, welche davon sind realistisch. Von Politikern wünsche ich mir gar nichts, weil die meistens immer nur was versprechen, was sie am Ende doch nicht erfüllen können. Doch einen großen Wunsch habe ich: Mehr Basisarbeit. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Politiker auf einem anderen Stern leben und gar nicht wissen, was bei uns eigentlich passiert. Sie sollten echtes Interesse zeigen an dem, was die Leute bewegt. Und zuhören, wenn sie über ihre Sorgen und Nöte sprechen.

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von
erstellt am 23.Mai.2016 | 10:16 Uhr

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