Mehr Babys, doch weniger Einwohner

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03. Dezember 2008, 08:15 Uhr

Trotz deutlich steigender Geburtenzahlen im ersten Halbjahr 2008 sank die Zahl Einwohner in MV um 6718 Personen auf nun mehr 1,63 Millionen Bürger. Damit hat das Land seit 1990 insgesamt 320000 Einwohner verloren. Erstmals ist wieder ein steigender Wanderungsverlust zu verzeichnen. Zwar zogen im ersten Halbjahr 13350 Personen in das Land, 2,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aber 17356 Bürger verließen das Land zugleich, was ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 3,5 Prozent ausmacht. Damit sind zwar Wanderungsverluste wie Anfang der 90er-Jahre zwischen 20000 und 40000 passé, aber es gab auch einmal ein Wanderungsplus für MV.

Mehr Zu- als Wegzüge hatten im ersten Halbjahr 2008 lediglich die Städte Rostock, Schwerin und Stralsund. Die höchsten Wanderungsverluste waren gegenüber den Ländern Hamburg – minus 1366 Personen, Niedersachsen – minus 682, Schleswig-Holstein – minus 678, Berlin – minus 617 und Baden-Württemberg – minus 394) zu verzeichnen, so Jan Karpinski vom Statistischen Amt MV. Eine hohe Mobilität zeigen die Mecklenburger und Vorpommern aber auch innerhalb des Landes: 26 416 Personen wechselten ihren Wohnsitz, 1484 Umzüge mehr als im Vorjahreszeitraum.
Erfreulich: Die Zahl der Babys steigt. Im ersten Halbjahr 2008 wurden 6129 Kinder geboren, 4,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Seit Jahren hat sich die Zahl der Neugeborenen auf über 12000 im Jahr stabilisiert. Das ist ein Drittel der Vorwendezahlen.

Dem Geburtenplus 2008 stehen 8850 Sterbefälle gegenüber. Das sich daraus ergebende Geburtendefizit von 2721 Personen hat sich geringfügig verringert. Rostock ist die einzige Stadt im Land, die seit Jahresbeginn ein Einwohnerplus von 52 Personen verzeichnen konnte.
Hoffnungsschimmer für die Einwohnerstatistik MV: Das Geburtendefizit könnte sich demnächst weiter verringern, hofft Jan Karpinski. Im ersten Halbjahr heirateten 3929 Paare – 315 oder 8,7 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

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