Splitter : Mehr als nur ein Fußballverein

Klaus-Dieter Walz, Vereinspräsident des Reckenziner SV.
Klaus-Dieter Walz, Vereinspräsident des Reckenziner SV.

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15. August 2016, 10:30 Uhr

„Wir haben 135 Mitglieder, wohl mehr als Reckenzin Einwohner hat“, sagt schmunzelnd Klaus-Dieter Walz, Vereinspräsident des Reckenziner SV. Nicht ganz. Die Fußballer selbst kommen aus der Umgebung wie Garlin, Pröttlin, Pinnow etc. Neben der 1. Männermannschaft, die in der Kreisoberliga spielt, gibt es beim Reckenziner SV noch die Alt-Herren-Mannschaft und fünf Nachwuchsteams, die in der Spielgemeinschaft mit Hertha Karstädt sind. Die Männer trainieren in Reckenzin, weichen schon mal nach Pinnow oder in die Groß Warnower Halle aus. Und nicht ohne Stolz sagt der Vereinspräsident, dass „unsere Heimspiele echt gut besucht sind“.

„Der Nachwuchs trainiert in Karstädt, da können die Jungs gleich nach der Schule hin“, sagt der Walz, der selbst noch bei den Alten Herren die Töppen schnürt und die D-Junioren trainiert. Neben ihm stehen bei den anderen Teams noch vier weitere Trainer am Rande des Spielfelds.

Wie Klaus-Dieter Walz sagt, ist der Reckenziner SV ein reiner Fußballverein, aber er engagiert sich auch in der Dorfgemeinschaft. Hilfe beim Erntefest ist selbstverständlich, oder „wenn die Feuerwehr mal feiert, grillen wir, damit die Kameraden feiern können“, so der Vereinspräsident. Und zu den normalsten Dingen gehören auch Arbeitseinsätze rund um den Sportplatz und am Gebäude. „Die Gemeinde mäht den Rasen, wir kümmern uns um das Umfeld.“

Christel Peglow in ihrer Prignitzer Kunstwerkstatt in Reckenzin.
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Christel Peglow in ihrer Prignitzer Kunstwerkstatt in Reckenzin.

Unikate in der Prignitzer Kunstwerkstatt

Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Osterzeit. Mit ihrer Ausstellung „Kunst am Ei“ ist die Reckenzinerin Christel Peglow weit über die Prignitzer Kreisgrenzen hinaus bekannt geworden. Die Vogelmotive auf ihren filigran bemalten ausgepusteten Eiern stammen von selbstgemachten Fotos. Die Ornamente variiert sie nach sorbischen Grundformen. Daneben stellt sie sehr viele Holzarbeiten her. Das Material sammelt sie auf Spaziergängen. „Man darf mich nicht in den Wald schicken“, sagt sie schmunzelnd und betont: „Bei mir gibt es nur Unikate.“ Einige davon kann man am 21. August in Bollewick bestaunen.

Löwenkopfbrücke, eine Sehenswürdigkeit

Vor einem Jahr putzte sich das heute 37 Einwohner zählende Dorf Streesow zur 500 Jahrfeier groß raus. Hobbychronist Hans-Hartwig von Platen hatte eine kleine Dorfchronik erstellt. Streesow wurde 1515 als Runddorf mit Mühle das erste Mal urkundlich erwähnt. Aus dem Runddorf entwickelte sich eine Gutssiedlung, die von 1549 bis 1771 als Rittersitz diente. Das Gut mit Park, Teichen und Wegen ist noch heute vorhanden. In der Nähe von Streesow befinden sich die Reste eines Hügelgrabes. Sie zählen zu den geschützten Bodendenkmälern wie der von Wasser umgebene Turmhügel am nordwestlichen Ortsrand. Ebenfalls sehenswert ist die Bogenbrücke im Löwengrund, die nur Löwenkopfbrücke genannt wird. Zwei Löwenköpfe an jeder Seite zieren die Brücke, die 1846 erbaut wurde und an den Beginn des Eisenbahnzeitalters erinnert. Von 1993/94 wurde die Brücke abgetragen, originalgetreu wieder zusammengesetzt und steht seit November 1982 unter Denkmalschutz.

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